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Foto: Berthold Bronisz
Grossmarkt, Koeln, Raderberg, Verlagerung, Marsdorf, Frechen, LKW, Umwelt, Abgase

Wir LINKE werden den Großmarkt und die Wochenmärkte nicht aufgeben

Rede von Jörg Detjen zur Ratssitzung am 14. Dezember 2021

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,

sehr geehrte Anwesende,

vor sieben Monaten haben wir einen richtungsweisenden Beschluss zum Großmarkt mit breiter Mehrheit gefasst. CDU+Grüne treten diesen Beschluss jetzt mit Füßen. War mit dem Beschluss doch endlich der Standort geklärt, für den Großmarkt und nicht für eine andere Verwendung. So heißt es auch richtig in dem Beschluss über die Aufgabe des Markt-Gremiums:
Dieses Gremium erarbeitet einen Interessenausgleich zwischen der Stadt Köln und den auf dem Großmarkt ansässigen Unternehmen.“

Diese Aufgabenstellung wollen sie zerschlagen und schaffen einen Interessenkonflikt zusätzlich mit dem FC.
Ohne die Kritik des FC, der Großmarktleute und der Stadtverwaltung überhaupt mit einzubeziehen. Ein Desaster: Vertrauen wird zerschlagen für taktische Spielchen, die nur neue Probleme schaffen und keine lösen.

Als der Kölner Großmarkt 1936 die Innenstadt verließ und am Raderthal einen neuen Standort erhielt, waren 78.000 m2 eingeplant. Heute sind es 230.000 m2. Bei der Suche nach Flächen für den Großmarkt fing man 2003 mit 350.000 m2 an. Noch 2007 waren wir bei 266.000 m2. Im Mai 145.000 m2 und jetzt 100.000 m2 Hat sich historisch der Großmarkt immer erweitert, verkleinern jetzt CDU+Grüne. Soviel zu ihrer Wirtschafskompetenz!

In der Presse haben Frau Martin und Herr Petelkau erklärt, sie würden Planungssicherheit schaffen. Genau das Gegenteil findet statt. Die gesamte Planung muss neu aufgerollte werden. Wir fangen nach 30 Jahren Diskussion und Planung von vorne an. Ein Armutszeugnis für die Regierenden!

Sie lösen nicht die Probleme der Großmarkthändler,
nicht die Probleme der Parkstadt Süd
nicht die Probleme des 1. FC Köln
und sie verschärfen den Konflikt mit der Bezirksvertretung Lindenthal um einen weiteren Akteur.

Teile und herrsche, so lautet die Devisen von Schwarz/Grün.

Ihnen steht ein breites Bündnis entgegen: Großmarkt- und Wochenhändler, der FC und seine Fans, die IHK, der DGB, SPD, FDP und LINKE.

Das die Grünen der gesunden Ernährung mit regionalen Produkten einen Bärendienst erweisen und dem Lebensmittelkonzern REWE in die Hände arbeiten, ist traurig, aber wahr.
Wir LINKE werden den Großmarkt und die Wochenmärkte nicht aufgeben und in den nächsten Jahren für eine sichere Existenz der Betroffenen kämpfen!

Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020