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Gesamtschule in Ossendorf so schnell wie möglich starten

Rede von Heiner Kockerbeck zur Ratssitzung am 18.12.2018

Meine Fraktion wird dem Änderungsantrag von SPD, Grünen und CDU in zwei Punkten zustimmen. Wir werden zustimmen, dass die Gesamtschule Ossendorf schon in ein bis zwei Jahren starten kann, bevor das endgültige Gebäude neu gebaut worden ist. Die Schule soll also in einem provisorischen Gebäude -  einem Interim - in der Nähe des späteren Schulstandortes starten. Und wir sehen es als sinnvoll an, dass von der Verwaltung geprüft wird, ob die Schule nach und nach in Modulbauweise gebaut wird.

Die so mögliche vorgezogene Schulgründung ist außerordentlich sinnvoll, denn in Köln gibt es überall einen großen Mangel an Gesamtschulplätzen. Im Stadtbezirk Ehrenfeld gibt es aber einen besonders großen Mangel: Gab es 2017 dort 270 Eltern, die ihr Kind an einer Gesamtschule anmeldeten, so bekamen 135 Kinder keinen Platz. Dann wurden 2018 doppelt so viele angemeldet: 547! Wieder kam es dazu, dass 142 Schüler*innen keine Gesamtschule besuchen konnten. Bei allen anderen Schulformen ist der Platz an der gewünschten Schulform garantiert. Die Gesamtschulwünsche sind also deutlich benachteiligt.

Zugleich betrachten wir den vorzeitigen Start der Gesamtschule Ossendorf als Anfang für einen dringend nötigten beschleunigten Ausbau der Gesamtschulen in ganz Köln. Die Fraktionssprecher*innen im Schulausschuss wurden am 5.12. vom Baudezernenten Herrn Greitemann und von der Bildungsdezernentin Frau Dr. Klein darüber informiert, dass es in den kommenden Jahren ein Schulbauprogramm für Gymnasium geben soll. Wegen G9 und wegen der sowieso schon fehlenden Klassenräume an Gymnasien sollen ab 2020 drei bis fünf Gymnasien in provisorischen Gebäuden schnell starten, während dann über mehrere Jahre lang ihr Neubau entsteht.

Solch ein Schulbauprogramm gibt es jedoch nicht für Gesamtschulen. Für diese ist es jedoch auch nötig, sonst wird es in den nächsten Jahren weiterhin 700 bis 1000 Kölner Kinder jährlich geben, die an Gesamtschulen abgewiesen werden und die andere Schulformen besuchen müssen.

Deshalb sehen wir den Änderungsantrag von SPD, CDU und Grünen als möglichen Einstieg darin, dass auch die Gesamtschulen Teil des Schulbauprogramms der Stadt werden, was sie bisher unverständlicherweise nicht sind. Nach unserer Meinung sollte es ein Schulbauprogramm der Stadt Köln geben, das für 2020 oder 2012 gleichberechtigt den Start von bis zu fünf Gymnasien und von bis zu fünf Gesamtschulen in Interimsgebäuden vorsieht. Für alle diese Schulen soll dann so schnell wie möglich ein Neubau entstehen.

Den ersten Punkt des Antrags werden wir jedoch ablehnen. Er soll gesondert abgestimmt werden. Die Ossendorfer Gesamtschule soll von der städtischen Gebäudewirtschaft gebaut werden. Die mögliche Beauftragung eines privaten Baukonzerns mit dem Bau lehnen wir ab. Der Errichtung des Schulgebäudes durch die Stadt ist für Rat und die Öffentlichkeit transparenter und besser beinflussbar. Es ist preisgünstiger, wenn die Stadt das Gebäude selbst erstellt, weil der Baukonzern natürlich einen Gewinn realisieren möchte, den er auf den Baupreis aufschlägt.

 


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