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Sofortige Neubesetzung der Leitungsstelle des NS-Dokumentationszentrums

Foto: Berthold Bronisz
EL-DE Haus, GESTAPO, NS-DOK, Gefaengnis, Folter, Mord

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln fordert in einem gemeinsam mit SPD, Die FRAKTION und Nicolyn Gabrysch (Klimafreunde) eingebrachten Ratsantrag, die sofortige Neubesetzung der vakanten Leitungsstelle des NS-Dokumentationszentrums.

Werner Jung, der langjährige Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte, ging Ende Oktober 2021 in den Ruhestand. Seitdem ist die Stelle vakant. Ein von Kulturdezernentin Laugwitz-Aulbach eingeleitetes Besetzungsverfahren, wurde durch die Verwaltung mit dem Verweis auf die angestrebte so genannte „historische Mitte“ wieder gestoppt.

Der Ausschuss für Kunst und Kultur hat am 5. April mit großer Mehrheit die Verwaltung mit der sofortigen Einleitung des Neubesetzungsverfahrens der vakanten Stelle der Leitung des NS-Dokumentationszentrums Köln beauftragt.

Oberbürgermeisterin Reker teilte daraufhin mit, dass die Entscheidung über die Besetzung der Leitungsstelle des NS-Dokumentationszentrums von ihr allein getroffen werde.

Heiner Kockerbeck, Sprecher der Fraktion DIE LINKE, ist erzürnt:

Frau Oberbürgermeisterin verzögert unverständlicherweise die Neubesetzung dieser wichtigen Stelle. Eine nahtlose Übergabe hätte einen Erfahrungs- und Wissenstransfer ermöglicht. Gerade in einem „Haus für Erinnerung und Demokratie“ ist dies befremdlich.“

Jörg Detjen, Mitglied des Rates, ergänzt:

Es ist in der Kulturverwaltung üblich offene Gremien (z.B. Findungskommission) bei der Personalentscheidung der Oberbürgermeisterin einzubeziehen. Bei der Oper ist das kürzlich geschehen. Deshalb wollen wir eine Jury an dem auch der EL-DE-Haus-Verein beteiligt ist. Das NS-DOK ist ein Museum von unten, dass die Kölnerinnen und Kölner geschaffen haben. Das muss berücksichtigt werden.“

Die Antragstellerinnen fordern, dass die Oberbürgermeisterin einen Berater*innenkreis installiert. Diesem sollen neben der Oberbürgermeisterin und dem Beigeordneten für Kunst und Kultur auch Vertreter*innen der stimmberechtigten Fraktionen im Kulturausschuss und zwei vom EL-DE-Haus Verein zu benennende Vertreter*innen angehören.

Gemeinsamer Antrag

Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020

Hans Günter Bell