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Nutzung der Kölner Schwimmbäder

Ende Januar wurde das mittelfristige Bäderkonzept der Kölnbäder vorgestellt. Es sieht unter anderem die Schließung von fünf Bädern bis 2010 vor. Das Konzept wurde hinter verschlossenen Türen - ohne vorhergehende öffentliche Diskussion - erstellt.

Die Kritik der betroffenen Bürger und Vereine am Verfahren der Konzeptfindung und am Inhalt der Pläne ist berechtigterweise groß. Die letztlich Leidtragenden wurden mit fertigen Befunden konfrontiert.

Bäder gehören zur städtischen Infrastruktur genauso wie andere Sport- und Kulturstätten. Sie leisten einen großen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden, unterstützen die Ausbildung wichtiger Fähigkeiten und dienen zur Freizeitgestaltung aller Bevölkerungsschichten und Altersgruppen.

Eine öffentliche Diskussion darüber, wie die Kölner Bäderlandschaft zukünftig gestaltet sein soll, ist ein Gebot von Demokratie und Transparenz. Um einen Kriterienkatalog für ein nachvollziehbares Bäderkonzept zu erlangen sind Informationen und Vergleichsmöglichkeiten vonnöten, sowohl hinsichtlich der Verteilung im Stadtgebiet, als auch hinsichtlich anderer öffentlich geförderter Bereiche.

So ist obendrein eine größere Objektivität gegenüber einzelnen Standorten zu erzielen. Um solch eine Diskussion in Gang zu bringen, hat die Fraktion Die Linke.Köln folgende Fragen:

1. Wie sieht Nutzung und öffentlicher Aufwand in vergleichbaren Städten (Großstädte) in NRW aus? Bitte jeweils die Gesamtbäderzahl im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl der Stadt, die Besucherzahlen pro Bad und die durchschnittlichen Zuschüsse bei den Eintrittspreisen ausweisen.

2. Lässt sich bei Städten mit hoher Bädernutzung eine Beziehung herstellen zwischen Zahl, Qualität und öffentlicher finanzieller Förderung der städtischen Bäder (Bäderinvestitionen)?

3. Wie groß ist der Einzugsbereich der einzelnen Bäder, gemessen an Gebiet und Bevölkerungszahl und gibt es Kooperationsvereinbarungen mit den umliegenden Gemeinden zur der Nutzung der Kölner Bäder?

4. Welche Sport- und Schwimmvereine nutzen welche Bäder und liegen diese im Einzugsbereich des Vereins?

5. Wie sieht die Quersubventionierung bei den Bädern durch den Stadtwerke - Konzern im Detail aus und wie hoch ist die Subvention des Rhein-Energie-Stadions in Köln, aufgeschlüsselt pro verkaufter Karte bei Sportveranstaltungen, Konzerten und sonstigen Veranstaltungen?

Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020

Hans Günter Bell