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Hamide Akbayir

Mahnmal für die Opfer des Völkermordes an den Armeniern in Köln gesegnet

Am 18. November 2017 wurde, trotz des massiven Drucks der türkischen Verbände auf den Kölner Stadtrat, der KREUZSTEIN (Khatchkal) für die 1,5 Millionen Opfer des Völkermordes 1915/1916 an den Armeniern im osmanischen Reich gesegnet.

Anlässlich des 100. Jahrestags des Massakers an den Armeniern hatte sich die armenische Gemeinde in Köln mit einer Eingabe vom 17.02.2015 an den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden gewandt.

Der Ausschuss beschäftigte sich am 03.11.2015 mit dieser Eingabe und gab eine einstimmige Empfehlung zur Errichtung eines Gedenksteines auf dem Friedhof am Lehmbacher Weg in Köln-Brück. Lange haben sich die zuständigen Gremien der Stadt Köln mit dem Thema befasst und erst am 14.3.17 hat der Hauptausschuss den Weg für die Aufstellung des Gedenksteins freigegeben.

 

Zuvor hatte der Bundestag am 02.06.16 einstimmig eine Armenien-Resolution verabschiedet. In der Erklärung wird die Ermordung von bis zu 1,5 Millionen Armeniern während des Ersten Weltkrieges als Völkermord bezeichnet. Einen zentralen Stellenwert hat auch die Mitverantwortung Deutschlands in der Resolution: Der Bundestag bekennt sich zur besonderen historischen Verantwortung Deutschlands“ … „weiterhin zu einer breiten öffentlichen Auseinandersetzung mit der Vertreibung und fast vollständigen Vernichtung der Armenier 1915/1916 sowie der Rolle des Deutschen Reiches beizutragen“.

Zitat des damaligen Bundespräsidenten Lammert am 2. Juni 2016: Auch die Deutschen müssten sich“ noch der Aufarbeitung stellen, wenn es nämlich um eine Mitverantwortung, unter Umständen sogar Mitschuld, am Völkermord an den Armeniern geht". Es gehe darum, "die planvolle Vernichtung eines Volkes in ihrer ganzen schrecklichen Wirklichkeit zu erkennen, zu beklagen und zu betrauern".

Massiver Druck der türkischen Regierung

Die türkische Regierung hatte die Bundesregierung, den Bundestag und vor allem die türkeistämmigen Abgeordneten mehrmals gewarnt und bedroht, diese Resolution nicht zuzulassen. Auch in Köln war nach der Freigabe der Errichtung des Gedenksteins der Druck seitens der nationalistischen türkischen Gemeinden groß. Aber für die Stadt Köln und ihre Verwaltung war es wichtig, mit der Aufstellung des Gedenksteins ein wichtiges Zeichen für Anerkennung, Frieden, Zusammenhalt und Geschwisterlichkeit zu setzten.

Bundesweit in 10 Städten KREUZSTEINE aufgestellt

Bundesweit sind in 10 Städten, 1983 Stuttgart, 1995 Kevelaer, 2004 Braunschweig, 2006 Höchststadt an der Aisch, 2006 Bochum, 2008 Potsdam, 2008 Höchberg bei Würzburg, 2010 Halle an der Saale, 2014 Neuwied Kreuzsteine aufgestellt worden. Mit Köln sind es dann 11 Städte.

Deshalb freue ich mich persönlich sehr darüber, dass sich unser Einsatz für diesen besonderen Prozess gelohnt hat! Mein Dank gilt in erster Linie der Vorsitzenden der armenischen Gemeinde, Frau Minu Nikpay für ihren unermüdlichen Einsatz. Nur so konnte auch in Köln ein Zeichen der Anerkennung und Aufarbeitung der Geschichte zur Realität werden.

Nun haben die Armenier/innen auch ein Ort des Gedenkens zu Hause in Köln, um an ihre Vorfahren, an die Opfer des Massakers, zu erinnern. Der Gedenkstein ist jedoch nur der Anfang. Die eigentliche Aufgabe, dieses Massaker an den Armeniern in das Bewusstsein der Stadtgesellschaft hineinzutragen und die Verantwortlichen zur Aufarbeitung der Geschichte zu bewegen, steht noch bevor.


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