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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Flüchtlingsfrauen schützen – Frauenhäuser unterstützen!

Vor 55 Jahren haben die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Theresia Mirabal für ein gewaltfreies Leben und für den Kampf gegen jegliches Unrecht an Frauen ihr Leben lassen müssen. Seitdem wird der 25. November weltweit als „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ begangen.

Gewalt an Frauen hat viele Gesichter und macht auch vor Grenzen keinen Halt. Laut UNO wird immer noch jede dritte Frau einmal in ihrem Leben geschlagen, vergewaltigt oder anderweitig missbraucht.

Weltweit sind Frauen verschiedenster Art physischer, psychischer und ökonomischer Gewalt ausgesetzt. In den letzten Jahren wurden Frauen, insbesondere in Syrien, im Irak und der Türkei zur Zielscheibe des Islamischen Staats (IS), bedroht durch sexistische Übergriffe, Versklavung bis hin zum Mord. Die Terrormilizen des IS nutzen sexuelle Gewalt gezielt als Waffe, in dem sie systematisch vergewaltigen, Frauen versklaven und Minderjährige zwangsverheiraten. Viele der Frauen, die vor diesem barbarischen Vorgehen fliehen, suchen auch bei uns Schutz.

Gerade sie wird ein Verbot des Familiennachzugs treffen, wie es von der Union auch für die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien gefordert wird. Entweder müssen Frauen dann unter menschenverachtenden Umständen in ihren Herkunftsländern verharren oder sie und ihre Kinder laufen Gefahr, bei der gefährlichen Flucht über das Mittelmeer umzukommen.

Hamide Akbayir, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, erklärt: „Alleinreisende Frauen mit und ohne Kinder müssen in Flüchtlingsunterkünften getrennt untergebracht werden. Wir begrüßen es, dass die Stadt hier bereits Plätze geschaffen hat. Sie müssen aber an den aktuellen Bedarf angepasst werden. Wir brauchen auch mehr Personal zur Betreuung traumatisierter Flüchtlinge sowie ein unabhängiges Beschwerdemanagement.“

Hamide Akbayir sieht außerdem weiteren Bedarf für ein 3. Frauenhaus in Köln:

„Einen kleinen Erfolg haben wir mit der Erweiterung und der barrierefreien Gestaltung eines bestehenden. Frauenhauses erreicht. Um die Arbeit mit mehr Frauen bewältigen zu können, muss mindestens eine neue Personalstelle zugesetzt werden, wie es auch das Aktionsbündnis Autonomer Frauenhäuser in Köln fordert. Außerdem ist der Bedarf so hoch, dass wir trotz gestiegener Platzzahlen ein drittes Frauenhaus brauchen.“

Hamide Akbayir weiter:

„Lasst uns diese Forderungen auch auf die Straße tragen und beteiligt Euch am Protestmarsch von LILA in Köln!“

Das „Bündnis autonomer Frauenprojekte gegen Gewalt an Frauen und Mädchen - LILA in Köln“ ruft zu einem Protestmarsch unter dem Motto „WIR FORDERN DIE NACHT ZURÜCK!“ auf.

25.11.2015, ab 18.00 Uhr

Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz Köln

Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020