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Hamide Akbayir

1 Prozent ist nicht genug, Klimamaßnahmen müssen jetzt angegangen werden

Rede Hamide Akbayirs zum von uns eingebrachten Änderungsantrag zu TOP 10.32 KölnKlimaAktiv 2022 zur Ratssitzung am 14.02.2019

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

lassen Sie mich mit folgendem Zitat beginnen:

 „Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist ein sofortiges entschlossenes Handeln notwendig, weshalb ein radikales Umdenken gefordert wird. Die Zeit wird immer knapper, es muss jetzt gehandelt werden.“

Das steht so in der Begründung der Verwaltungsvorlage und wir stimmen dieser Aussage auch vollumfänglich zu!

Wir begrüßen, dass sich die Stadt Köln dem Klima-Bündnis der europäischen Städten angeschlossen hat und sich damit verpflichtet, den CO2-Ausstoß von 1990 bis 2030 um 50% zu verringern.

In der im August 2018 veröffentlichten und dem Rat zur Kenntnis gegebenen Fortschreibung der Energie- und Treibhausbilanz,

  • erstellt vom Institut für Energie und Umweltforschung -

wurde ermittelt, dass die Treibhausgase in Köln von 2008 bis 2015 gerade  um mickrige 1% zurückgegangen sind.

Diese Erkenntnis, liebe Kolleginnen und Kollegen hätte uns alle schon in Alarmbereitschaft versetzen müssen.Aber weit gefehlt!

Statt dessen legt uns die Verwaltung ein Papier „KölnKlimaAktiv 2022“ zum Beschluss vor, das mit 19  Klima-Reduzierungs-Maßnahmen bis einschließlich 2022  gerade einmal 11.678 t  CO2   einsparen soll.

Das ist 1% dessen, was Köln an CO2 bis zum Jahr 2022 einsparen müsste!  Nicht mehr!

Die Stadt scheint beim Klima ein immer währendes 1% Programm zu haben.

Wenn uns also die Vorlage eins lehrt,  dann folgendes:

Wir werden bei diesem Tempo die Erreichung der Klimaziele nicht mehr erleben, und unsere Urenkel auch nicht!

Um das selbst-gesteckte 2030-er Ziel nicht völlig aus den Augen zu verlieren, müssen Maßnahmen entwickelt werden, die das Potential haben, den CO2-Ausstoß   signifikant zu reduzieren.

Das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie hat in seinen 12 Einzelpunkten auf Seite 10 aufgezeigt, wohin die Reise gehen muss.

Wir brauchen wirkungsreiche  Ziele!    Und zwar jetzt!

Denn, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, reicht eine 50 %-ige Reduzierung schon nicht mehr aus, es müssen mittlerweile 60% sein!

Wie heißt es in der Begründung der Stadtverwaltung?: „Die Zeit wird immer knapper, es muss jetzt gehandelt werden.“

Deshalb beauftragen wir mit unserem heutigen Änderungsantrag, dass  die Verwaltung noch vor dieser Sommerpause einen Katalog weiter Maßnahmen vorlegt.

Unterstützen Sie bitte unseren Antrag, um gemeinsam unseren Klimazielen näher zu kommen.

 

Vielen Dank!


Offene Linksfraktion

DIE LINKE im Kölner Rat lädt alle Menschen ein, sich für eine solidarische Stadt zu engagieren und sich aktiv an der Fraktionsarbeit zu beteiligen: Jeden Mittwoch um 18:00 Uhr trifft sich der Mittwochskreis im Rathaus - Spanischer Bau, Rathausplatz 1, Raum B26. Hier kommen unsere Mandatsträger*innen im Rat, in den Ausschüssen und in den Bezirksvertretungen mit allen Interessierten zusammen, um über aktuelle Themen und mögliche Anfragen und Anträge zu diskutieren.

Im Fraktionsstatut ist die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Mittwochskreises geregelt.

ANSPRECH-PARTNER*INNEN

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Verantwortlich für die Ausschüsse Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/ Vergabe/ Internationales (AVR), Gesundheit, Jugendhilfe, Schule und Weiterbildung, Soziales und Senioren,  Wahlprüfung.

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andrea.kostolnik@stadt-koeln.de

 

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Verantwortlich für die Ausschüsse Anregungen und Beschwerden, Hauptausschuss, Kunst und Kultur, Sport, Umwelt und Grün sowie für die Bezirksvertretungen I bis IX.

+49 (0)221 221-27844
heinzpeter.fischer@stadt-koeln.de

 

Wilfried Kossen

Verantwortlich für die Ausschüsse Bauen, Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung, Stadtentwicklung, Verkehr, Wirtschaft.

+49 (0)221 221-27840
wilfried.kossen@stadt-koeln.de