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Jobcenter zahlt Schüler/innen im ALG II-Bezug endlich Computer für den Digitalunterricht DIE LINKE: Auch Kinder von Geflüchteten und Geringverdienern berücksichtigen!

Foto: Berthold Bronisz / pixelio.de
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Seit diesem Monat haben Schülerinnen und Schüler im ALG II-Bezug Anspruch auf einen Computer für den Schulunterricht. Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln begrüßt, dass das Jobcenter nun endlich flächendeckend diese Kosten übernimmt.

Jörg Detjen, Mitglied im Ausschuss für Soziales und Senioren:

„Endlich erkennt das Jobcenter an, dass alle Kinder ein digitales Endgerät brauchen, um in der Schule erfolgreich zu sein. DIE LINKE hat dieses Thema im Ausschuss immer wieder zur Sprache gebracht. Es ist bitter, dass diese Entscheidung erst zehn Monate nach dem ersten Lockdown kommt. Dadurch sind viele arme Schülerinnen und Schüler abgehängt worden, weil ihnen die notwendige digitale Unterstützung versagt blieb.“

Nun sind die Schulen, aber auch die Stadt als Schulträger gefordert. Sie müssen den Betroffenen bescheinigen, dass sie zur Teilnahme am Distanzunterricht ein EDV-Gerät brauchen, welche Anforderungen es erfüllen muss, und dass die Schule kein Gerät zur Verfügung stellen kann.

Jörg Detjen sieht aber auch Handlungsbedarf seitens der Stadt:

“Das Problem ist damit aber nur für einen Teil der Schülerinnen und Schüler gelöst. Viele Kinder von Geflüchteten bekommen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und können keinen Computer beantragen. Auch Kinder von Geringverdienern, die einen Anspruch auf den Köln-Pass haben, gehen leer aus. Solche Kinder sollen bevorzugt einen der 37.000 Tablets erhalten, die die Stadt bereits angeschafft und an Schulen verteilt hat. Darauf sollte die Stadtverwaltung die Schulen hinweisen.“

Jörg Detjen schließt: „In Zukunft muss es einheitliche Lösungen für alle Kinder aus Familien mit wenig Geld geben. Dieses bürokratische Hickhack, wer zuständig ist, geht auf Kosten dieser Kinder und muss schleunigst aufhören.“

Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020

Hans Günter Bell