DIE LINKE lehnt Bezahlkarten für Asylbewerber*innen ab

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Heute hat die AfD in der Ratssitzung beantragt, die Einführung von Bezahlkarten für Asylbewerber*innen vorzubereiten.

Das Ratsmitglied Sarah Niknamtavin erklärt hierzu:

„Gerade gehen hunderttausende Menschen jede Woche auf die Straße, um sich dem extrem rechten Gedankengut der AfD entgegenzustellen. Jetzt ist die Zeit, dass die demokratischen Ratsfraktionen hier klare Kante gegen die AfD zeigen und Bezahlkarten eine deutliche Absage erteilen.”

Sarah Niknamtavin ergänzt:

„Bezahlkarten bedeuten viel bürokratischen Aufwand. Genau deswegen hat der Kölner Rat sich vor ca. 20 Jahren geweigert, Sachleistungen statt Geld einzuführen. Dass die Kommunen die hohen Kosten für die Einführung tragen sollen, macht diese Diskussion völlig absurd.“

Sarah Niknamtavin weiter:

„Die Bezahlkarte soll Asylbewerber davon abhalten, Geld in ihre Heimat zu überweisen. Doch der Umfang dieser Transaktionen ist lächerlich gering. Wenn es den Befürwortern der Bezahlkarte wirklich um die Staatsfinanzen gehen würde, würden sie das riesige Problem der Steuerhinterziehung effektiver angehen. Stattdessen wird auf dem Rücken von Minderheiten rassistisch Stimmung gemacht.“