Änderungsantrag zum Höhenentwicklungskonzept für die Innere Stadt: Linke erteilt Hochhäuser mit einer Höhe von mehr als 60m eine Absage

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Der Stadtentwicklungsausschuss berät am Donnerstag dieser Woche über eine weitere Vorlage zum Höhenentwicklungskonzept für die Innere Stadt.

Es sollen Grundsätze für die Entwicklung des Räumlichen Plans festgelegt werden sowie die weitere Prozessgestaltung zur Kenntnis genommen werden.

Die Linksfraktion hat hierzu einen Änderungsantrag vorgelegt.

Michael Weisenstein, stadtentwicklungspolitischer Sprecher Linksfraktion, erklärt hierzu:

„Je höher das Hochhaus, desto teurer und klimaschädlicher ist es. Deswegen lehnen wir Hochhäuser über 60 Meter ab.“

In Zeiten des Klimawandels verwundert die unkritische Haltung der Verwaltung und großer Teile der Kommunalpolitik gegenüber neuen Hochhäusern.

Weisenstein führt weiter aus:

„Hochhäuser, vor allem solche mit über 60 Metern, haben einen unverantwortlich großen „ökologischen Fußabdruck“.
Entgegen der landläufigen Meinung schaffen sie auch keine dichte Bebauung, denn die einzuhaltenden Abstände sind viel größer als bei einer sechs oder sieben geschossigen Bebauung.
Wir sehen den Bau von Hochhäusern auch kritisch, weil er unverhältnismäßig teuer ist. In Hochhäusern lassen sich keine preiswerten Mietwohnungen schaffen.“

Auch bei Hochhäusern bis 60 Metern gilt: Jedes Hochhaus muss einen Mehrwert für die Stadt und deren Bewohner*innen bringen. Ein Nutzen für die Öffentlichkeit und für das Gemeinwohl muss erkennbar sein.

So hat es der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen.

Aber die aktuellen Hochausvorhaben der DEVK in Riehl und Flosbach von Storch an der Deutz-Mülheimer-Straße setzen diese nicht um. Auch deshalb sind sie abzulehnen.

Die Linksfraktion beantragt außerdem:

  • Die Verwaltung will Hochhäuser im Liebquartier und in der Weststadt fördern. Eine überzeugende Argumentation hierzu liefert sie nicht. Diese Vorfestlegung soll gestrichen werden.
  • Die Verwaltung sieht nur noch eine öffentliche Veranstaltung zum Höhenentwicklungskonzept vor. Das ist aus Sicht der Linksfraktion zu wenig. Es sollen mindestens zwei thematisch gegliederten Fachsymposien durchgeführt werden.