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Zentrale Unterbringung der Kunst- und Museumsbibliothek (KMB)

Gisela Stahlhofen

Als zum Kürzungshaushalt 2010/11 die Verwaltung die weitere Existenz der Kunst- und Museumsbibliothek in Frage stellte, trafen bei den Kölner Ratsfraktionen tausende von Unterschriften von Menschen ein, die gegen die Schließung dieser einzigartigen Einrichtung protestierten.

Im Kölner Rat hatte DIE LINKE die Initiative ergriffen. Es dauerte eine Weile, bis andere Fraktionen und schließlich eine breite Mehrheit sich für die Sicherung der KMB aussprach.  

Wir haben uns von Anfang an dafür eingesetzt, die KMB an einem Standort zusammenzuführen. Die jetzige Situation ist unhaltbar. Zurzeit haben wir 5 Standorte. 3 Archive und 2 Lesesäle. Bücher müssen von A nach B und wieder zurück transportiert werden. Schon an Hand der Ratsunterlagen wissen Sie wie schwer Papier ist und es kann doch nicht von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlangt werden ständig zentnerweise Bücher durch die Landschaft zu schleppen.  

Manche der Standorte sind für die Lagerung solcher Bestände von vornherein kaum geeignet und zudem auch noch dringend sanierungsbedürftig. Die Kapazitäten der bisherigen Standorte sind beinahe ausgeschöpft, und es ist absehbar, dass ein weiterer Standort, dann der sechste, nötig sein wird.    

Die beste Lösung wäre gewesen, die KMB im neuen Gebäude des Stadtarchivs unterzubringen. Die Planungen dazu waren auf einem guten Weg, bis sie dann durch rot-grün abgebrochen wurden. Das war ein schlechter Beschluss, für den wir SPD und Grüne scharf kritisiert haben.  

Meine Damen und Herren, die Tür zu dieser Lösung ist inzwischen geschlossen. Im Dezember beginnt bereits das Vergabeverfahren für den Bau des Archivs. Eine erneute Umplanung zu diesem Zeitpunkt würde den Bau des Archivs um weitere Jahre verzögern und Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe verursachen.  

Wir treten noch immer für eine Unterbringung der KMB an einem zentralen Standort ein. In diesem Änderungsantrag bekennen die Antragsteller – DIE LINKE, die SPD und die Grünen – sich klar hierzu. Wir beauftragen die Verwaltung dem Rat im Herbst 2015 ein Konzept für einen zentralen Standort vorzulegen und dem Unterausschuss Kulturbauten laufend Bericht zu erstatten.

Für eine Kostenschätzung ist hier der Bedarf von 5000 bis 6000 qm zu berücksichtigen. Ein Neubau wäre wunderbar, aber unter dem Kostendruck bitten wir die Verwaltung auch bestehende Gebäude und zukünftigen Leerstand mit in die Betrachtung zu ziehen. Hierbei muss auch die Universität Köln als unser Partner beim Betrieb der KMB einbezogen werden. 

Wir wollen aber auch kurzfristig eine Verbesserung der Bedingungen für die KMB erreichen – so weit dies an den bisherigen Standorten eben möglich ist. Aus diesem Grund beauftragen wir die Verwaltung auch mit einer Optimierung der Abläufe und einer Sanierung des Kattenbugs.    

Meine Damen und Herren, den nächsten Schritt zur Unterbringung der Kunst- und Museumsbibliothek an einem Standort können wir noch im Herbst 2015 gehen. Ich möchte Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von CDU und FDP, bitten, uns dabei zu unterstützen und der KMB eine dauerhafte Zukunft zu sichern.    

Vielen Dank!

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