WLAN in der KVB ist erstrebenswert
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
meine Damen und Herren,
Die Nutzung von Smartphone und Tablet ist für viele Menschen heutzutage selbstverständlich geworden. Viele Kölnerinnen und Kölner und die vielen Pendler, die täglich mit Bus und Bahn unterwegs sind, nutzen die Wartezeit an den Haltestellen, um mit ihren Smartphones und Tablets ihre E-Mails abzurufen, sich zu informieren oder gar zu arbeiten. Hierfür ist eine stabile Internetverbindung notwendig. Ein gut funktionierendes und flächendeckend ausgebautes WLAN-Netz an bestimmten Haltestellen erhöht zudem die Attraktivität, um auf eben jene Verkehrsmittel umzusteigen und es trägt zum guten Image des öffentlichen Nahverkehrs bei.
Einige innovative Verkehrsträger des öffentlichen Nahverkehrs haben längst einen kostenfreien WLAN -Zugang sogar in ihren Fahrzeugen im Angebot. Wir sprechen hier und heute nicht von WLAN -Zugängen in Bussen oder Bahnen, sondern wir stehen noch am Anfang. Städte wie Hamburg oder sogar das westfälische Unna bieten ihren Fahrgästen die Möglichkeit WLAN zu nutzen.
Wenn die Stadt Köln weiterhin Digitale Hauptstadt bleiben und sich noch weiter verbessern möchte, ist ein schneller und hochwertiger Ausbau von flächendeckendem Internet eine Grundvoraussetzung.
Der Ausbau muss daher auch im öffentlichen Personennahverkehr deutlich und zeitnah ausgebaut werden. So ein WLAN-Netz ist Stadt-Marketing.
Deshalb werden wir dem Antrag der SPD und den Piraten zustimmen. Dieser ist der Weitergehende.
Der Änderungsantrag ist natürlich ein guter Anfang, aber längst nicht ausreichend. Sie vergessen hierbei, dass nicht jede eine Simkarte in ihrem Tablet hat, auch die vom Rat ausgegebenen nicht. Wenn man also mit den neuen Rats-IPads in der U-Bahn ins Netz möchte, ist man auf WLAN einfach angewiesen.
Der Trend geht zum einen zum Zweitgerät und nicht jeder kann sich auch zwei Simkarten erlauben. Dieses WLAN unterstütz also insbesondere Menschen, die weniger Geld haben. Es geht auch nicht nur um europäische Touristen, sondern auch um außereuropäische und in erster Linie um die Kölnerinnen und Kölner.
Im Übrigen ist nachweislich die Funkstrahlung von WLAN-Geräten weniger hoch, als die von Mobilfunk-Geräten. In Verkehrsmitteln, die sich schnell fortbewegen, ist die Belastung durch Mobilfunkstrahlung deutlich erhöht, da hier viel häufiger die Mobilfunkzellen gewechselt werden müssen und sich die Geräte ständig neu einwählen müssen. Da sowieso sehr viele Menschen permanent online sind, führt eine flächendeckende Ausstattung mit stabilen WLAN- oder auch Mobilfunknetzen zu einer geringeren Strahlenbelastung.
Anzumerken ist, dass die Netzbetreiber mit dem Technikausbau kaum nachkommen. An stark frequentierten Orten wie Innenstädten, und Bahnhöfen tröpfeln Videos, Musik oder Fotos selbst über die theoretisch extrem schnellen LTE-Mobilfunkverbindungen nur zäh in die Handys.
Deshalb kann man beim besten Willen nicht annehmen, dass die Investitionen in ein WLAN obsolet würden. LTE kann die Erwartungen noch lange nicht erfüllen.

