Jahrelange Fehlentscheidungen gefährden die Pläne eines Frischezentrums
Mit der Schließung des Großmarktes Ende 2025 hat die Stadt eine über Jahrzehnte gewachsene Infrastruktur aufgegeben ohne adäquaten Ersatz zu schaffen. Nun steht auch die ursprüngliche Verlagerung für zumindest einige der Händler in ein modernes Frische- und Ernährungszentrum vor dem Aus. Ein solches Zentrum sollte regionale Erzeuger vernetzen, die Versorgung Kölns durch saisonale und regionale Lebensmittel stärken und durch Bildungsund Beratungsangebote zur Entwicklung einer zukunftsfähigen und krisenfesten Ernährungsversorgung beitragen.
„Die Petelkau-CDU und die Grünen haben dieses Chaos mitzuverantworten“,
kritisiert der wirtschaftspolitische Sprecher der Linken Fraktion Vedat Akter.
„Während für viele Kölnerinnen und Kölner die Lebensmittelpreise weiter steigen, wird die Vielfalt der Bezugsquellen immer kleiner. Große Teile der Kölner Bevölkerung haben heute kaum noch Alternativen zu den bekannten Discountern. Wer regionale Erzeuger, kleinere Händler, Wochenmärkte oder andere Vertriebswege stärken will, braucht dafür auch die entsprechende Infrastruktur.“
Die Linke lehnt deshalb den jetzt vorgelegten Vorschlag zur endgültigen Abkehr der Pläne entschieden ab. Sollte sich das Projekt wirtschaftlich nicht tragen, müsse das Konzept entsprechend überarbeitet werden, anstatt das gesamte Vorhaben fallen zu lassen. Ein neues Konzept müsse stärker auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Kölner Stadtgesellschaft ausgerichtet werden.
„Die Stadt Köln muss sich endlich dazu bekennen, dass gesunde und bezahlbare Ernährung mit regionalen Produkten als Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge verstanden werden“
fügte Ratsmitglied Momo Eich hinzu.

