Weg mit den Inklusionshindernissen

Am 2. März hat der Elternverein mittendrin e.V. ein weiteres Mal vor dem Schulausschuss protestiert. Zur Demo sind auch Schüler*innen der Gesamtschule Holweide gekommen. Dort werden für die Inklusion wichtige Therapiestellen nicht wieder besetzt. Für Die Linke nahm Eva Capers, unsere bildungspolitische Sprecherin, an der Demo teil. Das hat sie gesagt:

 

„Es ist bemerkenswert und beschämend zugleich, dass mittendrin e.V. seit fast drei Jahren vor dem Schulausschuss demonstriert. Bei der letzten Demo sprachen wir hier über die Wahlprüfsteine. Seitdem ist das Bildungsmonitoring zur Inklusionsentwicklung an Kölner Schulen vorgelegt worden. Der Bericht zeigt, dass die Exklusionsquote im Bereich des Förderbedarfs Geistige Entwicklung sogar wieder steigt. Dass in diesem Bereich zwei neue Förderschulen geplant werden, kommt einer Bankrotterklärung gleich. Und dass weiterhin bis zu 700 Plätze an Gesamtschulen fehlen, zeigt auch, dass sich die Stadt Köln viel klarer zur Inklusion bekennen muss.
Bildung - also auch die Ausstattung mit Schulplätzen, inklusive Räumen und qualifiziertem Fachpersonal - muss von der Stadt als Priorität gedacht werden!

Seit der letzten Demo gab es in Köln einen Haushaltsstopp und viele freiwillige Leistungen - auch für Kinder - wurden als verhandelbar bezeichnet, sind also von Kürzungen bedroht. Wir als Linke sind die einzige Fraktion, die in Finanzfragen tragfähige Alternativvorschläge macht und Bildung dabei als oberste Priorität denkt! Für uns ist klar, dass die Menschen mit ihren Grundbedürfnissen im Mittelpunkt der Politik stehen sollen! Aber so lang Eltern ihre Kinder mit eigenem Auto fahren müssen, weil die Busse nicht kommen, solange 29 Kinder in Klassen für 23 sitzen und solange Lehrkräfte ohne jegliche Anerkennung von Mehrarbeit Förderbedarfe verwalten, kann man nicht von guten Inklusionsbedingungen sprechen! Zur Koordination der Inklusion wurde in den Wahlprüfsteinen ein Aktionsplan in Aussicht gestellt - unter anderem auch vom OB Burmester persönlich. 

Wir Linke werden uns nicht zufrieden geben, bis dieser Aktionsplan am Runden Tisch zusammen mit Betroffenen, Schulleitungen und auch entsprechenden Verbänden erarbeitet und beschlossen ist! Darüber hinaus nehme ich mir persönlich vor, die Inklusion in jeder Sitzung des Schulausschusses zu thematisieren und den Aktionsplan voran zu treiben!“