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Schulentwicklungsplanung löst Gesamtschulnotstand nicht auf - In Ossendorf muss Gesamtschule statt Gymnasium realisiert werden

Schule Symbolbild
Kirche, Koeln, Muengersdorf, St. Vitalis, Alter Militaerring, Schule

Die Stadt besitzt ein großes, für den Schulbau geeignetes Grundstück in Ossendorf. Die Verwaltung will dort ein Gymnasium bauen. DIE LINKE fordert in einem Änderungsantrag zum Schulausschuss, dort stattdessen eine Gesamtschule zu errichten. DIE LINKE lehnt es in ihrem Antrag auch ab, einen Teil des Grundstücks an einen Investor zu verkaufen, der dort eine Privatschule betreiben möchte.

Heiner Kockerbeck, bildungspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Kölner Stadtrat, betont, wie wichtig Grundstücke für eine funktionierende Schulplanung sind: „Es gibt nicht viele Grundstücke in Köln, die für Gesamtschulen und ihren großen Platzbedarf geeignet sind. Hier wird leichtfertig eines davon für ein Gymnasium verwendet, obwohl im Stadtbezirk Ehrenfeld dringend Gesamtschulen benötigt werden."

Zum Verkauf eines Teil des Grundstücks an die Internationale Friedensschule meint Kockerbeck: "In Zeiten des Schulbaunotstandes müssen zunächst einmal öffentliche und gebührenfreie Schulplätze geschaffen werden. Solange in öffentlichen Schulen Fachräume wegfallen und Klassen überbelegt sind, darf kein Schulgrundstück aus der Hand gegeben werden!“

Zur aktualisierten Schulentwicklungsplan sagt er: "Der aktuelle Schulentwicklungsplan löst den Gesamtschulnotstand nicht auf. Zwei der von der Stadt benannten ‘neuen’ Gesamtschulen sind bereits in Betrieb, eine dritte ist schon beschlossen. Die restlichen zehn Standorte sind zwar erfreulich, werden aber erst in 8-15 Jahren realisiert sein. Wegen der steigenden Schülerzahlen bis 2040 und dem ungebrochenen Trend zur Gesamtschule, werden sie es nicht schaffen, die Wünsche der Eltern nach Gesamtschulplätzen zu erfüllen. Man darf nicht vergessen, dass viele derzeitige Schüler an Gymnasien und Realschulen eigentlich ursprünglich nach der Vorstellung ihrer Eltern eine Gesamtschule besuchen sollten. Es fehlen also mehr Plätze, als real sichtbar ist. Frau Reker muss jetzt diese Herkulesaufgabe zur Chefinnensache machen: Es muss ein Ausbauprogramm für Gesamtschulen geben!“

In diesem Jahr hatte es einen traurigen Rekord von 960 an Gesamtschulen abgewiesenen Anmeldungen gegeben. Doch seit Jahren gibt es für 700 Kinder jährlich in Köln keinen Platz an dieser Schulform. Seit 2006 konnten damit rund 7000 Kinder nicht an Gesamtschulen unterkommen. Im Stadtbezirk Ehrenfeld starteten in diesem Jahr die Gesamtschulen Vogelsang und die Heliosschule. Aber obwohl 2018 auf dem Gebiet des Stadtbezirks Ehrenfeld 270 Gesamtschulplätze zusätzlich an den Start gingen, gab es wiederum 142 Ablehnungen. 2017 gab es 135. Die Zahl der Anmeldungen hatte sich mit dem Start zweier neuer Gesamtschulen also verdoppelt, von 270 (2017) auf 547 (2018).

Zugleich besuchen durch die hohen Ablehnungszahlen an Gesamtschulen mehr Kinder eine Schule des dreigliedrigen Systems, also von den Eltern eigentlich gewünscht. Wenn bei der Planung von Gymnasien also von tatsächlichen Schülerzahlen ausgegangen wird, wird übersehen, dass schätzungsweise für 320 Schüler*innen im Jahr 2018 - ein Drittel der Anmeldungen an Gesamtschulen, die abgelehnt wurden - ein Platz an einer Gesamtschule gewünscht war. Das macht zehn Klassen an Gymnasien aus, die wegfielen, wenn es genügend Gesamtschulplätze gäbe. Deshalb ist es berechtigt, davon zu sprechen, dass durch die Gründung von Gesamtschulen weniger Plätze an Gymnasien nötig sind.


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