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Jörg Detjen

Sanierung Schauspielhaus

Herr Oberbürgermeister! Meine Damen und Herren! Lieber Herr Lemper, dafür, dass Sie tagelang rumgeeiert haben, haben Sie jetzt hier eine ganz schön große Klappe. Wenn der Oberbürgermeister nicht ein Machtwort gesprochen hätte, würden Sie doch heute noch herumeiern und die CDU würde heute nicht für diese Vorlage stimmen; das ist doch Fakt.

Das muss man ganz klar sagen; so ist die Situation. Die Vorlage, Herr Lemper, liegt Ihnen doch seit dem - - Hat Herr Lemper eine Zwischenfrage?

Oberbürgermeister Fritz Schramma: Es ist der Herr Doktor Lemper. (Heiterkeit)

Jörg Detjen (Die Linke.Köln): Okay, aber nicht eiern!

Dr. Lothar Theodor Lemper (CDU): Zum Ersten: Ist Ihnen bewusst, dass Sie zu den ganz wenigen gehören, die mir den Vorwurf des Herumeierns machen? (Lachen bei der SPD) Zum Zweiten: Wenn Sie meine methodischen Artikulationsbedürfnisse sozusagen mit Banalität gleichsetzen und sagen, ich würde eine große Klappe haben, dann lässt sich das nicht mit dem Oberbürgermeister in Verbindung bringen. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein genetisches Erlebnis, das ich hier im Rat gern zum Ausdruck bringen will. Zum Dritten und jetzt ganz ernsthaft: Würden Sie freundlicherweise zur Kenntnis nehmen, dass das, was wir im Kulturausschuss beschlossen haben, eine qualifizierte Stellungnahme zu den Bühnen war, an der ich nicht unbeteiligt gewesen bin. Insofern ist es völlig falsch, was Sie gesagt haben. Wie Sie sehen konnten, hat sich die CDU-Fraktion dem deutlich angeschlossen. - Danke schön. (Beifall bei der CDU)

Jörg Detjen (Die Linke.Köln): Gut. Vor wenigen Minuten hieß es allerdings noch, die CDUFraktion würde sich nicht anschließen. Aber es ist okay so.

(Zuruf von der CDU)

Ich brauche nichts zurückzunehmen; wir kennen uns ja.

(Zuruf: Entschuldigen! - Winrich Granitzka [CDU]: Sie haben das aber nicht so gemeint! - Josef Müller [CDU]: Man hört, wer hier eine große Klappe hat! - Zuruf: Beleidigung! - Regina Wilden [pro Köln]: Bravo!)

Ich kenne mich mit Presserecht und Beleidigungen relativ gut aus. Ich glaube nicht, dass das eine Beleidigung war.

(Walter Grau [CDU]: Ja, das glaube ich!)

Er hat es auch nicht als Beleidigung empfunden. Insofern sehe ich keine Probleme, mein Gott. 

Ott [SPD]: Trinkt doch mal einen Tee zusammen, dann könnt ihr das klären!)     Genau. Wir telefonieren auch öfter miteinander.

(Jochen Ott [SPD]: Das gibt es ja überhaupt nicht! Die CDU schwenkt nach Links! - Heiterkeit)

Das geht jetzt alles von meiner Redezeit ab, Herr Lemper. So geht das ja nun auch nicht. 

(Lachen bei der SPD und den Linken. Köln - Josef Müller [CDU]: Höre Detjen: Wer hier eine große Klappe hat, das sieht man doch!)

Oberbürgermeister Fritz Schramma: Es wird nicht nachgespielt.

Jörg Detjen (Die Linke.Köln): Wir werden dieser Vorlage zustimmen, weil wir an ihr sympathisch finden, dass im Moment noch keine Finanzierungsmodelle, wie zum Beispiel die PPPFinanzierung, geplant sind, sondern klar gesagt wird, dass wir das über einen Kommunalkredit finanzieren wollen. Das finden wir wichtig und richtig. Wir bewerten den Antrag von SPD und Grünen in Punkt 5 als nicht so konstruktiv, weil wir in der laufenden Diskussion zu dieser Frage bereits zu der gemeinsamen Position gekommen sind, das über einen Kommunalkredit abzuwickeln. Deswegen stimmen wir bei Punkt 5 des Antrags dagegen und werden bei den übrigen Punkten zustimmen.

(Josef Müller [CDU]: Wer eiert denn jetzt?) ·       

Wir eiern überhaupt nicht herum.

(Josef Müller [CDU]: Natürlich!)

Ich will noch einen zweiten Punkt anführen. Uns freut, dass es einen einheitlichen Spielbetrieb geben wird, sodass es sich also nicht um eine Produktion auf der grünen Wiese handeln wird, wie Sie, Herr Lemper, es schon einmal vorgeschlagen haben. Darüber haben wir uns ja auf der Belegschaftsversammlung gestritten. Auch diesen Punkt finden wir wichtig. Des Weiteren ist es uns wichtig, dass damit ein Weg aufgezeigt wird, wie wir wieder angstfrei und ohne Helm ins Schauspielhaus gehen können.  


Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020