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Ministerpräsidenten Laschet entzieht sich seiner Fürsorgepflicht - DIE LINKE: Kostenlose Hotels für Menschen in Quarantäne

Foto: Marina Racine / pixelio.de

Köln wird vorerst keine zusätzlichen Impfmittel vom Land NRW erhalten. Derweil sind die Inzidenz-Zahlen in den benachteiligten Stadtteilen weiter gestiegen. Die Inzidenz im Stadtteil Chorweiler z.B. ist laut den Zahlen vom gestrigen Tag von 520 auf 543 angewachsen. Handeln ist angesagt.

Jörg Detjen, Ratsmitglied im Sozialausschuss des Rates der Stadt Köln:

Ministerpräsidenten Laschet entzieht sich seiner Fürsorgepflicht und überlässt arme Menschen dem Virus. Wir LINKE finden es richtig, dass die Kölner Stadtverwaltung die Impffolge in den benachteiligten Stadtteilen aufgehoben hat. Wir brauchen jetzt eine soziale Impfstrategie für benachteiligte Stadteile.“

DIE LINKE hat dazu einen Ratsantrag zur aktuellen Impfstrategie für die Sitzung am nächsten Donnerstag eingebracht und strebt einen gemeinsamen Beschluss mit allen demokratischen Fraktionen und Gruppen an. Der Rat der Stadt Köln muss auch dem Land NRW deutlich machen, dass Köln in einer besonders prekären Lage ist und zusätzlichen Impfstoff braucht.

Mit Interesse hat die Ratsfraktion den Hinweis des Leiters des Gesundheitsamtes, Herrn Dr. Nießen, zur Kenntnis genommen: Er hat in einem Rundfunkbeitrag darauf hingewiesen, dass eine große Ansteckungsgefahr entsteht, wenn Menschen in Quarantäne in kleinen Wohnungen mit vielen Personen zusammenleben.

Ratsmitglied Jörg Detjen:

Wir fordern, dass die Stadt kostenlose Hotelzimmer zur Verfügung stellt, um Menschen aus beengten Verhältnissen eine Quarantäne zu ermöglichen. Berlin hat das bereits beschlossen. Köln sollte das auch tun.
Das Thema Impfen in benachteiligten Stadtteilen wird inzwischen bundesweit thematisiert. Viele Großstädte haben interessante mehrsprachige, kulturell diverse und behindertengerechte Kommunikationsstrategien entwickelt. Hier muss Köln noch deutlich besser werden
.“

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