Mehrgenerationen-Projekte fördern
Antrag zur Ratssitzung am 18.6.2013
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 18. Juni 2013 zu setzen:
Seit der Verabschiedung des Wohnungsbauprogramms im Dezember 2005 hat die Verwaltung sich um die Ausweitung innovativer Wohnformen bemüht. Inzwischen sind fünf Projekte umgesetzt worden.
Im Wohnungsbericht 2011 schreibt die Verwaltung: ?Langfristig sieht der Kölner Ratsbeschluss zum Mehrgenerationenwohnen eine großflächige Umsetzung solcher Wohnprojekte in allen Stadtteilen vor, mittelfristig die Realisierung von mindestens einem Projekt je Stadtbezirk.? (Seite 38)
Viel hängt natürlich davon ab, ob es Interessenten und auch entsprechende bauliche Voraussetzungen gibt.
Deshalb möge die Verwaltung prüfen:
Die derzeitigen Interessenten für Mehrgenerationen-Projekte sollen ermittelt werden. Geprüft werden soll, wie den Akteuren durch Beratung und Vermittlung geholfen werden kann. Dabei spielt die Suche und Bereitstellung von Liegenschaften eine große Rolle.
Begründung:
Die Fraktion DIE LINKE hat keine Übersicht über derzeitige Projekte für Mehrgenerationen-Wohnen. Uns ist das Projekt futur 3 e.V. bekannt, das das Ziel hat, in dem Gebäude der ehemaligen Polizeiwache in Köln-Kalk mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus Wohnraum für Menschen mit geringen Einkommen zu schaffen. Aufgrund des altersgemischten Charakters sollen dort zusammen mit Rentnerinnen und Rentnern, Migranten, Erwerblosen, Alleinerziehenden auch Studierende wohnen können. Geplant ist das gemeinschaftliche Wohnen von ca. 35 Personen mit gemeinsamer Haushaltsführung. Damit wäre das Projekt etwas größer als die bisherigen von der Stadt geförderten Projekte.
Es gibt bereits umfangreiche Umbaupläne eines Architekten.
Bisher hatte die Stadt für die Findungsphase von Mehrgenerationen-Wohngruppen Geld bereitgestellt, das nun nicht mehr zur Verfügung steht. Die Gruppe des futur 3-Projektes besteht bereits. Hier ist also nur Hilfe bei der der Suche nach einem geeigneten Objekt notwendig. Denn der Verein hat sich hier auf ein spezielles Objekt fokussiert, das eventuell nicht verfügbar. Weil die Stadt aber mehr solche Projekte braucht, sollte die Verwaltung dieses und ähnliche Projekte beratend unterstützen.
Weitere Begründung erfolgt mündlich
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Detjen, Fraktionssprecher
Gisela Stahlhofen, Fraktionssprecherin

