Mehr Sportplätze als Kunstrasenplätze
Rede zur Ratssitzung am 20.12.2016 • Top 3.1.2 Antrag der SPD-Fraktion betreffend "Sportentwicklungsplanung – Kunstrasenplatzprogramm fortschreiben und beschleunigen"
Der Antrag der SPD ist in Punkt 1 schon sehr ambitioniert. Gerade ist der Doppelhaushalt mit heftiger Kritik der Bezirksregierung genehmigt worden, schon wollen Sie dass die Verwaltung das Kunstrasenprogramm über 2017 hinaus fortführt, aber die drei haushaltstragenden Fraktionen schreiben in ihrem Antrag mit anderen Worten ja fast das gleiche, nur mit Sonnenblume.
Ich kann Sie alle verstehen. Als Mutter von Fußball spielenden Kindern, war ich schon genervt, all die erdfarbenen Trikots waschen zu müssen. Es ist auf jeden Fall richtig, die bestehende Prioritätenliste fortzuschreiben und dem Sportausschuss und den Bezirken vorzulegen, und da ist es mir fast egal, ob für 2 oder für 3 Jahre.
Aber DIE LINKE begrüßt am SPD-Antrag, dass auf eine gleichmäßige Verteilung der Ertüchtigung von Fußballfeldern geachtet werden soll. Insbesondere, dass so genannte sozialräumliche Kriterien zur Definition von "Gleichmäßigkeit" herangezogen werden sollen.
Weder die Antragstellerin noch Änderungsantragsteller aber haben es versäumt auch andere Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel zu sanierende Lichtmasten, im Gesamtkonzept zu berücksichtigen. Meine Damen und Herren aus dem Sportausschuss, Sie erinnern sich vielleicht. OK, ist ein Insider.
Damit sich diese Maßnahmen auch im integrierten Handlungskonzept "Starke Veedel - Starkes Köln" niederschlagen können, ist Kreativität der Verwaltung im höchsten Maße gefordert. Wenn wir dieses "Integrierte Handlungskonzept" wirklich ernst nehmen, könnte man diese sogenannten EFRE Mittel wahrhaftig zur Integration sinnvoll einsetzen. Sport ist ein starkes Mittel der Integration, das zeigen uns die Sportvereine täglich mit ihrer Arbeit. Wir müssen, wie von der SPD beschrieben, die steigenden Bevölkerungszahlen und die steigende Bevölkerungsdichte berücksichtigen. Wenn in einem Neubaugebiet, aus welchen Gründen auch immer, um eine Jugendeinrichtung gefeilscht wird, so ist wenigstens ein bisschen mehr oder eine Verbesserung an Sportfläche auch für diese Kinder und Jugendlichen ein Gewinn. Und ich hoffe, dass sie sich an ihre hier vorgebrachten Argumente erinnern, wenn es mal darum geht, auch zusätzliche Wasserfläche in einer wachsenden Stadt bereit zu stellen.

