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Kreuzfeld - sinnvolles neues Wohngebiet im Kölner Norden

Rede in der Ratssitzung am 18.07.2013

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Sehr geehrte Damen und Herren,

seit vielen Jahren verschlimmert sich der Wohnungsmarkt in Köln. Die Ursachen sind vielfältig.

Seit Ende des vergangen Jahres steht fest, dass Köln, wie andere große Städte an der Rheinschiene in den nächsten zwanzig Jahren wachsen wird.

Je nach Schätzung wird Köln im Jahr 2030 1.05 bis 1.1 Millionen Einwohner haben. Die Menschen müssen vernünftig untergebracht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bis 2030 circa 50.000 neue Wohnungen gebaut werden. Allein durch Nachverdichtung im Innenbereich wird das nicht zu schaffen sein.
Dieser hohe Baubedarf wird nur gedeckt, wenn auch neue Siedlungen entstehen.

Die FDP Fraktion greift mit ihrem Antrag zum Kreuzfeld eine gute Idee aus den 90er Jahren auf.

Dass neue Großsiedlungen einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung mit Wohnraum beitragen, zeigen aktuelle Beispiele aus Köln und anderen Städten.
Derzeit wird die Siedlung Waldbadviertel mit circa 640 Wohneinheiten für 2000 Einwohner in Köln-Ostheim gebaut.
In Freiburg soll eine neue Siedlung für bis zu 10.000 Menschen in der Breisgau-Metropole auf landwirtschaftlicher Fläche entstehen und somit zur Milderung des Wohnungsmangels beitragen.
Wie die Frankfurter Rundschau am 5. April 2013 berichtet, macht sich die die dortige SPD Fraktion für den Bau einer Großsiedlung stark. Auf einem Acker im Frankfurter Norden sollen 16.000 Menschen in einem neuen Stadtteil ein Zuhause finden.

Meine Damen und Herren,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
das Gebiet Kreuzfeld im Kölner Norden eignet sich außerordentlich gut für den Bau einer neuen Siedlung. Die Vorzüge liegen auf der Hand:

1. Die Verkehrsanbindung ist sehr gut. Die S-Bahn, die Köln, Dormagen und Düsseldorf verbindet, ist in unmittelbarer Nähe. Auch die Anbindung an die Autobahn ist sehr gut.

2. Das Bauland gehört fast ausschließlich der Stadt, wir können das Vorhaben mit unserer Wohnungsbaugesellschaft und den Kölner Genossenschaften nach unseren Vorstellungen umsetzten. Die LINKE setzt in dieser Frage natürlich mehr auf die Öffentliche Hand als das die FDP tut.

3. Die unzureichende Nahversorgung in Blumenberg kann durch den Bau von Kreuzfeld überwunden werden. Einrichtungen die heute in Blumenberg nicht lohnen, können künftig für dann circa 10.000 Einwohner effektiv arbeiten. Das gilt für Ärzte, Apotheken, Geschäfte des täglichen Bedarfs und auch für eine Grundschule.

4. Die Stadt kann beispielsweise durch die Eigentumsquote oder die Quote der geförderten Wohnungen Einfluss auf die Zusammensetzung der Bevölkerung nehmen. Das kann sich positiv auf die Entwicklung der Einwohnerstruktur im Stadtbezirk Chorweiler auswirken.

Dieser neue Stadtteil kann Heimat für mehr als 5000 Menschen werden. Kreuzfeld kann einen Beitrag zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Köln leisten.

Bei einem so großen Projekt wird man immer etwas finden, was gegen die Realisierung spricht. Die Linksfraktion ruft die Kritiker des Projektes auf, die Probleme bei dem Vorhaben zu benennen und konstruktiv an der Lösung dieser Probleme zu arbeiten. Bloß zu sagen das geht nicht, das ist zu einfach!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der FDP Fraktion,
DIE LINKE wird dem Antrag gerne zustimmen.

Vielen Dank

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