Klimaveedel Neubrück: Auf dem Weg zum klimaneutralen Köln?

Die RheinEnergie hat 2023 das Projekt KlimaVeedel gestartet. Erst in Neubrück,
mittlerweile auch in Bilderstöckchen.

Ziel des Projektes ist es, nach Lösungen für ein klimaneutrales Köln zu suchen und sie
sofort in einem Veedel zu erproben.

Neubrück ist damit Vorreiter und Vorbild für das, was künftig in weiteren Kölner
Stadtteilen erfolgen soll: ein natürliches, gesundes, lebenswertes Köln für alle zu
etablieren.

Der Stadtteil wird bereits zu großen Teilen mit Fernwärme versorgt. Weitere Themen
kommen hinzu:
• Erneuerbare Energien und energetische Gebäudesanierung,
• effiziente Straßenleuchten,
• eine gute Ladesäuleninfrastruktur,
• Fassadenbegrünung sowie Entsiegelung von Flächen,
• Heizungsoptimierungen und den flächendeckenden Einbau von intelligenten
Wärmezählern.

Das Projekt ist ein Baustein der Energie- und Wärmewende. Die Koordinationsstelle
Klimaschutz der Stadt Köln begleitet das Vorhaben.

Umbauprogramm für Klimagerechtigkeit in
benachteiligten Nachbarschaften

Für DIE LINKE ist klar: Auch beim Wohnen ist die ökologische Frage eine soziale Frage.
Das haben wir auf einer Tagung Ende letzten Jahres mir Achim Kuhn von der Rosa-
Luxemburg-Stiftung diskutiert. Er hat uns sein Konzept der klimagerechten
Nachbarschaft vorgestellt. In diesem Konzept macht er Vorschläge, wie Wärmewende und Klimagerechtigkeit in benachteiligten Nachbarschaften gestaltet sein können:

• die schnelle Umsetzung klimaneutralen Wohnens, um die Pariser Klimaziele
noch erfüllen zu können;
• ihre sozialgerechte Ausgestaltung, d.h. der Klimaschutz ohne Mieterhöhung oder
untragbare Kosten für einkommensarme Eigenheimbewohner*innen, damit die
Wärmewende die Wohnungskrise nicht noch verschärft;
• spürbare Verbesserungen im Alltagsleben, die nicht nur Akzeptanz, sondern
auch aktive Zustimmung zur Wärmewende ermöglichen;
• die Stärkung der Organisationsmacht von unten, ohne die eine sozialgerechte
Wärmewende nicht durchsetzbar sein wird.

Sein auf diesen Überlegungen fußendes Umbauprogramm für Klimagerechtigkeit in
benachteiligten Nachbarschaften umfasst fünf Eckpunkte:

• Quartiers- bzw. Siedlungsebene statt Haus-für-Haus
• Aktive staatliche Steuerung:
• Wärmewende als Stadterneuerung
• Gemeinwirtschaft als Ziel:
• Klimaschutz ohne Mieterhöhung

Wir wollen im Gespräch mit Herrn Remacly auch prüfen, ob bzw. in welchem Umfang
das Projekt Klimaveedel ein Beitrag zu einem solchen Umbauprogramm sein kann.

Termin: Montag, 24.06.2024, 18:30 Uhr
Ort: Demokratie Space, Kalker Hauptstraße 170, 51103 Köln
Referent: Christian Remacly (Projektleitungsteam KlimaVeedel, RheinEnergie)

Veranstalterinnen:
DIE LINKE. Köln - OV Kalk
AK Umwelt
AK Bauen, Stadtentwicklung und Wohnen
Weitere Informationen:
https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/klimagerechte-nachbarschaften/
https://klimaveedel.de/