Friedensfähig statt kriegstüchtig werden! - Linke protestiert gegen Bundeswehr-Veranstaltung im Rathaus
Oberbürgermeisterin Henriette Reker lädt für den 2. September zu einer Veranstaltung in das Historische Rathaus ein. Generalleutnant Gerald Funke soll zum Thema „Wehrhaftigkeit – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ vortragen.
„Reker folgt damit blind der Logik der sogenannten Zeitenwende: Geld für Panzer statt für das Leben der Menschen in Köln. Dies führt nicht zu mehr Sicherheit, sondern zu weniger Sicherheit für Köln.
Wer zum Antikriegstag die Bundeswehr hofiert, macht sich zur Komplizin einer Politik, die Kriege ermöglicht und soziale Not verschärft.“
Erklärt Klaus Hebert-Okon, friedenspolitischer Sprecher der Linken Köln.
„Die Stadt Köln hat sich bereits 1985 den ‚Mayors for Peace‘ verpflichtet. Daraus ergibt sich die Verantwortung, friedliche Konfliktlösungen zu fördern und zivile Infrastruktur zu stärken.
Eine Militarisierung der Stadtgesellschaft – ob in Schulen, Krankenhäusern oder Rathäusern – steht in krassem Widerspruch dazu. Wer ‚Wehrhaftigkeit‘ propagiert, rüstet die Köpfe auf und verhindert jede Debatte über Alternativen zur Militarisierung.“
Empört sich Heiner Kocherbeck, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat.
„Den Antikriegstag im Schulterschluss mit der Bundeswehr zu begehen, ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die seit Jahrzehnten an diesem Tag den Opfern von Krieg und Faschismus gedenken. Gerade jetzt, wo Milliarden in Aufrüstung und Waffenexporte fließen, während Kitas, Schulen und Krankenhäuser kaputtgespart werden, ist das ein Skandal.
Köln braucht keine Kriegspropaganda im Rathaus – Köln braucht Solidarität, soziale Sicherheit und eine starke Friedensbewegung."
Unterstreicht Lea Reisner, Kölner Bundestagsabgeordnete der Linken.
Mahnwache
Die Linke hat für Dienstag, 2. September, 15:00 Uhr auf dem Alter Markt eine Mahnwache angemeldet.
Wir wollen die Besucher*innen der Veranstaltung auf friedliche Weise mit unserem Protest gegen die Militarisierung konfrontieren und zum Nachdenken bringen.

