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Fortführung Schulsozialarbeiter: Problemerkennung ? sehr gut. Problembehebung ? ausreichend

Gisela Stahlhofen

Rede in der Ratssitzung am 17.12.2013

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Sehr geehrte Damen und Herren.  

Diesen Antrag hätte sich die SPD sparen können ? wenn sie im Koalitionsvertrag auf Bundesebene die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen verankert hätte. Jetzt sind Aussagen zum Bildungs- und Teilhabepaket ausgespart: Das sehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge.   Das Bildungs-und Teilhabepaket wird von der LINKEN abgelehnt, weil es ein bürokratisches Monster ist. Unser Geld, das da den Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen soll, versickert zum großen Teil für die Antragstellung, mit der viele Eltern überfordert sind. So erklärten die Kommunalen Spitzenverbände im April diesen Jahres: ?Leider ist mit der Umsetzung der vielen individuellen Einzelleistungen für die Behörden, Schulen, Kindertagesstätten und Vereine immer noch ein erheblicher bürokratischer Aufwand verbunden.?   Trotzdem ist es besser als gar kein Instrument zu haben, benachteiligten Kindern und Jugendlichen mehr Teilhabe zu ermöglichen. Die Finanzierung von Schulsozialarbeitern direkt vom Bund war die einzige wirklich durchdachte Maßnahme, bei der das investierte Geld wirklich bei den Bedürftigen angekommen ist. Sie ist diskriminierungsfrei und inklusiv, weil letztlich alle Kinder davon profitieren. Typisch für die letzte schwarz-gelbe Bundesregierung, dass gerade die nachhaltigste Maßnahme aus dem Bildungs- und Teilhabepaket als erste ausläuft.   Ich möchte jetzt nicht meine Rede vom Juni dieses Jahres erneut halten. Aber ich schließe mich Ihrer Forderung an, die 94 Schulsozialarbeiter brauchen Planungssicherheit! Sonst bleiben diese Stellen dauerhaft unattraktiv. Und unattraktive Stellen können letzlich kein qualifiziertes und engagiertes Personal halten. Hohe Fluktuation und wenig Identifizierung mit der so wichtigen Aufgabe könnten die Folge sein. Wir wollen aber gerade die Besten für diese anspruchsvolle Aufgabe gewinnen.   Also meine Damen und Herren der zukünftigen Bundesregierungsparteien, kommen Sie endlich in die Hufe. Sie reden immer von unserer Zukunft - den Kinder und Jugendlichen, dann stellen Sie auch Gelder zur Verfügung, damit diese Zukunft auch eine Chance für deren Zukunft erhält!   Schulsozialarbeit als Jugendhilfeangebot in Kooperation mit Schule hat sich bewährt ? richtig. Die Herausforderungen ? und hier insbesondere für die Kinder aus Hartz IV Haushalten - eines gesellschaftlichen Wandels weiter zu entwickeln ist ebenso richtig und wichtig.   Ja, die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sind eben vor Ort und bauen verlässliche Beziehungen zu den Kindern und Jugendlichen auf. Diese Strukturen werden mit dem Auslaufen der Stellen unwiederbringlich zerstört. Im August diesen Jahres zitierte DIE WELT eine Kölner Schulsozialarbeiterin: ?Schulsozialarbeit zu etablieren, kostet Zeit, fachliches Wissen und ein hohes Maß an Engagement. Für die Kinder und Eltern wäre die Beendigung des Programms sehr nachteilig."   Wie würde man in der Schule sagen: Problemerkennung ? sehr gut. Problembehebung ? ausreichend.   Sie haben es in der Hand, reden Sie auf gleicher Augenhöhe von Koalitionspartner zu Koalitionspartner und bringen Sie tatsächliche Planungssicherheit über das Jahr 2015 hinaus.   Vielen Dank  

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