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Förderung der Medienkompetenz

Sengül Senol

Rede zur Ratssitzung am 26.05.2011

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren!

Wir begrüßen den Antrag, den SPD und Grüne hier vorgelegt haben.

Eine Erhebung und Darstellung der Ausstattung der Kölner Schulen mit IT-Technik ist sinnvoll. Sie wird Defizite aufdecken und Planungen ermöglichen.

Es ist kein Geheimnis: Ein Umgang mit elektronischen Medien gehört inzwischen zu den zentralen Kompetenzen im Berufsleben. Aber auch im privaten Bereich spielen die Möglichkeiten, die diese Medien bieten, inzwischen eine große Rolle.

Die Beschaffung von Informationen über das Internet, die Bewertung ihrer Verlässlichkeit sowie individuelles und kooperatives Arbeiten am PC sind Fähigkeiten, die Kinder und Jugendliche erwerben müssen.

Wichtig ist aber auch zu lernen, über elektronische Medien zu kommunizieren. Damit meine ich nicht den technischen Aspekt, sondern neue soziale Kompetenzen. Wer sich in sozialen Netzwerken bewegt, der muss lernen mit seinen eigenen Daten sensibel umzugehen.

Ein Handlungskonzept der Verwaltung kann dazu beitragen, dass in den Schulen solche Kompetenzen erworben werden können. Insoweit unterstützen wir den vorliegenden Antrag.   Bemängeln müssen wir allerdings zwei Punkte:

  • Aus Ihrem Antrag spricht eine gewisse Verwirrung.Sie sprechen von Medienkompetenz. Es geht in ihrem Antrag allerdings nicht um alle Medien, sondern um neue, elektronische Medien.Neue Medien ersetzen aber nicht die herkömmlichen Medien ? Zeitungen, Bücher und so weiter ? sondern sie ergänzen sie. Medienkompetenz bedeutet, alte und neue Medien einschätzen und nutzen zu können.
  • Und noch ein zweiter Punkt:Die Stadtbibliothek sollte bei einem Konzept zur Förderung der Medienkompetenz unbedingt einbezogen werden.
    Es ist schon sonderbar, dass die Stadtbibliothek im vorliegenden Antrag nicht erwähnt wird!Die Stadtbibliothek ist eine bedeutende Vermittlerin von Medienkompetenz in Köln. Über Partnerschaften mit Schulen und in Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche trägt die Stadtbibliothek zur Medienerziehung bei. Der Umgang mit neuen Informationstechnologien und mit sozialen Netzwerken im Internet sind dabei zentrale Lerninhalte.
    Deshalb möchten wir die Verwaltung darum bitten, bei der Erarbeitung des Konzepts die Stadtbibliothek mit ihren besonderen Kompetenzen einzubeziehen. Insbesondere möchte ich hierbei die beiden zuständigen Dezernenten Herrn Professor Quander und Frau Dr. Klein ansprechen.

Vielen Dank!  

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