FH muss rechtsrheinisch bleiben!
Rede zur Ratssitzung am 01.02.2011
Herr Oberbürgermeister,
Meine Damen und Herren,
Lieber Kollege Hoffmann,
Der LINKEN fehlt in dem Antrag ein klares Bekenntnis dazu, dass die Fachhochschule rechtsrheinisch bleiben soll. Die LINKE hat immer vertreten, dass die FHH nach Deutz und Kalk gehört.
Ein Abzug der Fachhochschule hätte weit reichende Auswirkungen und würde genau den Trading Down Effekt auslösen, den sie meine Damen und Herren von Rot-Grün bei der Sozialen Stadt noch kritisierten! Wir brauchen die Studenten rechtsrheinisch, wir brauchen studentisches Wohnen und studentischen Leben gerade auf der rechten Rheinseite.
Ein Moratorium hilft uns nicht weiter, sondern ein klares Bekenntnis zur Fachhochschule am jetzigen Standort damit auch weitere Investoren sich rechtsrheinisch ansiedeln. Klarheit muss her und kein Stillstand.
Dass SPD und Grüne nach Düsseldorf starren und den Verkauf der Grundstücke ans Land tatenlos dahingehen lassen, ist schon ein Skandal! Die SPD verrät sogar ihren eigenen sozialpolitischen Ansatz ? in den siebziger Jahren hatten Sie sich vehement für die FH-Ansiedlung im Rechtsrheinischen engagiert.
Meine Damen und Herren, die Rolle von Herrn Bauwens-Adenauer ist schon etwas zwielichtig. Erst kauft er die Grundstücke zusammen, lässt sich als großen Visionär feiern und dann verkauft er das ganze Areal den die Landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB). Und ich vermute, dass der kleine STEA, ein informelles Gremium des Stadtentwicklungsausschusses von SPD, CDU, Grüne und FDP über gewisse Details unterrichtet waren. (Anfrage!!)
So schön es auch wäre, wenn Köln Zuschüsse für die Renovierung der Fachhochschule bekommen würde ? wenn sie am falschen Standort ausgegeben werden, entstehen Folgekosten für das rechtsrheinische Leben, die nicht absehbar sind und Köln über Jahrzehnte beschäftigen werden.

