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Michael Weisenstein

Fernbusse nicht an den Stadtrand verbannen!

R-mediabase

Rede in der Ratssitzung am 10.09.2015

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Sehr geehrte Damen und Herren,

Für viele Leute mit kleinem Budget ist der Fernbus eine echte Alternative zur Bahn. Die Fahrt mit dem Bus ist um vieles günstiger ist als mit dem Zug. Es ist sicher, dass die Fernbusse dauerhaft einen Platz im Verkehrssystem einnehmen werden.

Die Fernbusse können einen Beitrag zur Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt leisten, aber nur wenn sie auch in die Stadt fahren dürfen. Wer beispielsweise preisgünstig von Dortmund nach Köln will, kann das für 5 Euro mit dem Fernbus tun. Wenn er aber künftig den Umweg über den KölnBonner Flughafen nehmen muss, wird er oder sie lieber wieder mit dem Auto nach Köln kommen. Denn: Die Fahrzeit in die Kölner City wird wesentlich verlängert. Außerdem fallen 2,80 Euro für das S-Bahn-Ticket vom Flughafen in die City an.

Die gute Erreichbarkeit der Fernbusse mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ebenso wichtig wie der zentrale Haltepunkt. Das ist am Flughafen nicht gegeben. Es muss möglich sein, den Fernbus schnell und preiswert mit der Stadt-oder der S-Bahn erreichen können.

Deshalb hat sich die Linksfraktion immer für den Verbleib des Fernbusbahnhofes am Breslauer Platz ausgesprochen. Kein Platz in Köln ist so gut angebunden wie der Hauptbahnhof. Es gibt aber auch andere sehr gute Standorte, auch außerhalb der Innenstadt.
Der Mülheimer oder Ehrenfelder Bahnhof wären als Fernbushalt optimal für die Fahrgäste zu erreichen. Deswegen unser Änderungsantrag. Wir wollen, dass auch gut an den ÖPNV angebundene Orte, die außerhalb der Ringe liegen, auf die Tauglichkeit für einen Fernbushalt untersucht werden.

Deswegen bitte ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, unserem Änderungsantrag zu folgen!

Mit dem Vertrag zwischen Stadt und Flughafen über die Einrichtung des Busterminals am Flughafen stellt sich die Stadt schlecht, denn es wird festgeschrieben, dass die Stadt keinen weiteren Fernbushalt einrichten darf. Das ist nicht nur verkehrspolitisch falsch, es ist auch juristisch fragwürdig. Große Fernbusunternehmen haben gültige Konzessionen, die ihnen erlauben, die Kölner Innenstadt bis 2021 zu bedienen. Der Branchenführer Flixbus-mein Fernbus hat angekündigt, gegen die Verbannung der Fernbusse vom Breslauer Platz zu klagen.

Ich möchte Sie, liebe Kolleg/innnen von den Mehrheitsfraktionen noch einmal bitten: Überdenken Sie ihre Position und ermöglichen Sie einen zentralen Halt für Fernbusse in unserer Stadt! Vielen Dank.


Offene Linksfraktion

DIE LINKE im Kölner Rat lädt alle Menschen ein, sich für eine solidarische Stadt zu engagieren und sich aktiv an der Fraktionsarbeit zu beteiligen: Jeden Mittwoch um 18:00 Uhr trifft sich der Mittwochskreis im Rathaus - Spanischer Bau, Rathausplatz 1, Raum B26. Hier kommen unsere Mandatsträger*innen im Rat, in den Ausschüssen und in den Bezirksvertretungen mit allen Interessierten zusammen, um über aktuelle Themen und mögliche Anfragen und Anträge zu diskutieren.

Im Fraktionsstatut ist die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Mittwochskreises geregelt.

ANSPRECH-PARTNER*INNEN

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Linksfraktion

Andrea Kostolnik

Verantwortlich für die Ausschüsse Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/ Vergabe/ Internationales (AVR), Gesundheit, Jugendhilfe, Schule und Weiterbildung, Soziales und Senioren,  Wahlprüfung.

+49 (0)221 221-27842
andrea.kostolnik@stadt-koeln.de

 

HP Fischer

Verantwortlich für die Ausschüsse Anregungen und Beschwerden, Hauptausschuss, Kunst und Kultur, Sport, Umwelt und Grün sowie für die Bezirksvertretungen I bis IX.

+49 (0)221 221-27844
heinzpeter.fischer@stadt-koeln.de

 

Wilfried Kossen

Verantwortlich für die Ausschüsse Bauen, Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung, Stadtentwicklung, Verkehr, Wirtschaft.

+49 (0)221 221-27840
wilfried.kossen@stadt-koeln.de