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Fehlende Plätze im Offenen Ganztag - Die Stadt muss mehr für Kinder und Familien tun!

Foto: Manfred Jahreis / pixelio.de

Zur heutigen Sitzung des Schulausschusses legt die Stadtverwaltung eine Mitteilung zur Situation in der Offenen Ganztagsschule an Grundschulen (OGS) vor. In ihr wird deutlich, dass die Nachfrage von Eltern und Kindern nach Plätzen im Offenen Ganztag deutlich höher ist als dort Plätze vorhanden sind. Momentan gibt es 29.675 Plätze im OGS. Die von Eltern zu Schuljahresbeginn gemeldeten Wünsche lagen jedoch bei 31.051 Plätzen. Somit fehlen in ganz Köln rund 1.400 Plätze. In der Liste der von hohen OGS-Defiziten betroffenen Schulen finden sich besonders häufig Grundschulen in den rechtsrheinischen Stadtbezirken und im Bezirk Chorweiler. Sie liegen in Stadtbezirken, in denen die Stadt bisher weniger Plätze bereitstellte.

Heiner Kockerbeck, bildungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE, meint dazu:

"Die Stadt muss beim Offenen Ganztag mehr tun. Es geht um Familien, um Kinder und deren Bildungschancen. Ausgerechnet in den rechtsrheinischen Stadtbezirken und in Chorweiler, wo bisher schon prozentual eine schlechtere Versorgung herrschte, fehlen an besonders vielen Grundschulen OGS-Plätze."

Im Stadtbezirk Kalk fehlten laut Liste im Anhang der Mitteilung an zehn Grundschulen OGS-Plätze. In Mülheim galt dies für elf Schulen, in Porz für sechs und in Chorweiler für fünf. Demgegenüber wurden in den übrigen Stadtbezirken nur jeweils zwei bis drei Schulen genannt, an denen Plätze fehlten. In Chorweiler fehlen beispielsweise OGS-Plätze in Seeberg-Nord, Blumenberg und Lindweiler, also in Stadtteilen mit besonderem Jugendhilfebedarf.

Heiner Kockerbeck weiter: "Unter den genannten Stadtteilen sind auch viele, in denen stärker einkommensschwächere Bevölkerungsteile leben. Gerade hier muss die Stadt aber bewusst bessere Möglichkeiten zur Förderungen von Kindern und Jugendlichen an Schulen schaffen, also mehr gute Ganztagsschulen."

Schließlich weist die Schulverwaltung in ihrer Mitteilung darauf hin, dass sich die Regierungsparteien auf Bundesebene bereits auf die Schaffung eines Rechtsanspruches für Ganztagsplätze festgelegt hätten. Der würde den Mangel an Plätzen im Offenen Ganztag noch zusätzlich erheblich verschärfen. Nötig sei, so die Verwaltung in ihrer Mitteilung, somit erst recht "die Aufstellung eines ganztagsspezifischen Bauprogramms", eventuell auch eine Anmietung externer Räume.

Oswald Pannes, sachkundiger Einwohner der Ratsfraktion DIE LINKE im Schulausschuss, meint dazu: "In der Stadt fehlen in großem Umfang Plätze an Gesamtschulen, im OGS und an Kitas. Der Rat muss endlich seine bisherige Strategie beim Bau von Bildungseinrichtungen korrigieren. Er setzt zunehmend auf private und damit langfristig zu teure Lösungen. Stattdessen muss er die städtische Gebäudewirtschaft zügig reformieren, erheblich ausbauen und fortan wieder mit dem gesamten Aufkommen bildungsbezogenen Bauens befassen."

Bei den Anmeldungen an weiterführenden Schulen erhielten in diesem Jahr 733 Kinder keinen Platz an einer Gesamtschule, im Jahr 2018 waren es 960 Kinder.


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