Entscheidung zur Olympiabewerbung Köln Rhein/Ruhr
Die Menschen in Köln haben gestern über Olympia abgestimmt. Sportlicher Glückwunsch an die JA! -Befürworter um Ministerpräsidenten Hendrik Wüst und Oberbürgermeister Torsten Burmester.
Auffällig ist, dass in der „Leading City“ Köln mit 39,68 % zwar die zweithöchste Beteiligung, aber mit nur 57,39 % JA-Stimmen zu verzeichnen hat. Dies ist das schwächste Ergebnis in NRW. Besonders beachtlich ist dieses Ergebnis in Anbetracht der Tatsache, dass die Verwaltung kaum aufgeklärt, sondern fast ausschließlich Werbung für ein Ja betrieben hat.
In Köln konnte Die Linke mit ihrer Kritik an dieser kostspieligen Bewerbung in Köln zumindest einen Achtungserfolg erzielen.
Dazu sagt unser sportpolitischer Co-Sprecher und Ratsmitglied Attila Gümüs:
„Wir als Linke werden weiter unter anderem kritisch auf die Kosten gucken, denn etliche Millionen für eine Olympiabewerbung auf der einen Seite und Sparhaushalte und sozialer Kahlschlag auf der anderen Seite passen für uns nicht zusammen!“
Darüber hinaus werden wir uns dafür einsetzen, dass der Großteil der Gelder für die Sportinfrastruktur bei den Vereinen des Breitensports ankommen wird. Unser Sportpolitischer Co-Sprecher und sachkundiger Bürger im Sportausschuss, Denis Badorf, sagt dazu:
„Nun muss der Oberbürgermeister liefern und zeigen, ob er es ernst meint mit der Offensive für den Breitensport. Wir werden hierzu in den nächsten Wochen auch eigene Vorschläge einbringen. Es wird sich zeigen, ob - wie von uns vermutet - Olympia eine Sektparty wird oder eine Chance für den Breitensport.“
Attila Gümüs ergänzt:
„Mit einer kostspieligen Olympiabewerbung ist noch kein Schwimmbad saniert und die katastrophale Situation der Kölner Sportplätze und Turnhallen auch nicht behoben. Da gibt es viel zu tun und das wollen wir als Fraktion anpacken!“

