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Ebertplatz beleben

Rede von Gisela Stahlhofen zur Ratssitzung am 19. Dezember 2017

Der Kreativität zur Verbesserung der Situation am Ebertplatz sind ja keine Grenzen gesetzt. Wenn ich die Diskussion von gestern Abend noch richtig im Gedächtnis habe, sind die Damen und Herren der CDU der BV Innenstadt für ein umfangreiches Bauen.

Der Gipfel wäre es gewesen, wenn Sie vorgeschlagen hätten, auf Grund der Wohnungsnot in unserer Stadt auf dem Ebertplatz ein Hochhaus zu errichten, und, um der Umwelt und den Grünen zu Liebe, es vertikal begrünen zu lassen. Aber soweit wollten Sie es doch nicht kommen lassen und zogen erfreulicherweise auch ihre Anträge zurück.

Gehen wir gemeinsam zurück auf den Ebertplatz von heute bzw. von vor ca. 40-45 Jahren. Dazu konnte man gestern Abend einen sehr schönen historischen Beitrag des WDR mit Heinrich Pachl sehen.

1972 begannen die oberirdischen Umbauarbeiten des Ebertplatzes. 1974 wurde die U-Bahn eingeweiht, die über ein abgesenktes Straßenniveau, Treppen, Rolltreppen und Rampen erreicht werden konnte. Im westlichen Teil wurden im Souterrain sieben Ladenlokale geschaffen und die Mitte des Platzes wurde 1977 durch die Wasserkinetische Plastik von Wolfgang Göddertz gekrönt.

Nur 10 Jahre später entschieden Menschen in dieser Stadt, dass man Kosten einsparen müsse und deshalb die Beleuchtung auf Notbeleuchtung umstellen müsse. Also holte man die Leuchtmittel aus ihren Fassungen, setzte Metallbleche darüber, und schon ward es dunkel.

Die Rolltreppen gingen eh immer wieder kaputt, also konnte man sie auch einfach brach liegen lassen. Und schon war insgesamt ein Einsparungspotential erreicht, das auf Grund seiner Kurzsichtigkeit nicht ohne Folgen bleiben sollte.

Alles Mögliche sammelte sich im Souterrain, auch das, was wir nicht wollten. Lediglich die Galerien und Gastronomen und ein einsamer Kopierladen stemmten sich gegen die Verslumung.

Dann - 30 Jahre später  - besuchen Herr Keller und unser neuer Polizeipräsident Jacob als Ortsfremde diesen in die Jahre gekommen Platz, dem man ein paar Jahre zuvor auch noch das Wasser für die „Wasserkinetische Plastik“ endgültig abgedreht hatte. Jetzt muss ich sogar mal Danke sagen, denn unserem Stadtdirektor ist es zu verdanken, dass man die Metallbleche von der Beleuchtung wieder entfernte. Man hatte damals bei der Installation gut gearbeitet, denn als man den Lichtschalter umdrehte, ward es Licht. So hell habe ich das Souterrain noch nie erlebt, aber ich wohne ja erst seit knapp 10 Jahren im Agnesviertel.

Leider ist es mit meinem Dank dann auch schon vorbei, denn hätte es das Tötungsdelikt nicht gegeben, wäre wahrscheinlich nichts geschehen. Nach der berüchtigten Silvesternacht hat man erfolgreich die Dealer in Domnähe vertrieben. Weiche Drogen wurden seitdem zunehmend am Ebertplatz vertickt. 

Nun ergeht man sich in zum Teil blindem Aktionismus. Die jetzige Vorlage der Verwaltung ist ein unrühmlicher Beweis dafür. Erfreulicher Weise unterstützt die Politik in ihrer weisen Mehrheit diese Vorschläge nicht. Gestern Mittag kam ein Änderungsvorschlag der Kooperationspartner. Dieser wurde dann auch abends in der Sondersitzung der BV Innenstadt und AVR positiv aufgenommen.

Auch wenn die Verwaltung eine Schlappe hinnehmen muss, so hoffen wir doch, dass jene, die sich viel Mühe für das Zumauern gemacht haben, sich jetzt kreativ auf den Weg machen und endlich den Kontakt zu den Kulturschaffenden, Gewerbetreibenden und Kulturamt aufnehmen. Eine Konzepterarbeitung und Kostenermittlung sollte bis März möglich sein. Aber dann müssen Taten folgen, denn wir im Agnesviertel und Eigelstein werden schon lange genug hingehalten.

 


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