Die Rückkehr der Moore in Köln
Moore leisten nicht nur einen großen Beitrag zum Artenschutz, sondern sind darüber hinaus der effektivste Kohlenstoffspeicher aller Lebensräume. Obwohl Moore weltweit lediglich drei Prozent der globalen Landfläche einnehmen, binden sie ein Drittel des im Boden enthaltenden Kohlenstoffes. Das ist doppelt so viel wie alle Wälder dieser Erde zusammen. Leider sind in den letzten Jahrzehnten zur Gewinnung von Wohn-, Acker oder Nutzflächen viele Moore trockengelegt worden. Glücklicherweise findet seit einigen Jahren wieder ein Umdenken statt. Deutschlandweit gibt es zarte Bemühungen Moore wieder zu renaturieren – auch in Köln.
Wir wollten wissen, wie weit die Stadt Köln dabei ist und was sie für die Zukunft plant.
Die Verwaltung teilte uns mit, dass im Dünnwalder Wald als Teil der Bergischen Heideterrasse, (das schmale Landschaftsband zwischen der Ruhr im Norden und der Sieg im Süden) die Arbeiten 2023 begannen. Im Frühjahr 2025 wurden sie abgeschlossen. Erste Anzeichen der Moorentwicklung seien bereits erkennbar.
Aktuell würden Arbeiten im Lohmarer Wald fortgeführt. Im Jahr 2026 werde an weiteren Flächen gearbeitet, so auch in Teilen des Königsforstes. Das sind sehr gute Neuigkeiten für Umwelt, Natur und Klima. Leider ist die Machbarkeitsstudie zur Wiedervernässung Merheimer/Brücker Bruch zwar beauftragt, aber noch nicht fertig. Die antwortende Stelle der Verwaltung macht in ihrer Antwort sehr deutlich, dass sie das Projekt der Wiedervernässung sehr befürwortet. Allerdings weist sie darauf hin, dass Moorrenaturierungen detaillierte Voruntersuchungen und umfangreiche Datenerhebungen erfordern., Man müsse herauszufinden, welches Potenzial die Flächen für eine Rückführung aufweisen und mit welchen Mitteln dies möglich wäre.
Projektzeitraum umfasst zwar auch ein Monitoring der Umsetzungsflächen und ggf. daraus notwendig werdender Nachsteuerungen. Leider ist er insgesamt nur bis 2029 angesetzt. Weitere Projekte von Moorentwicklungen seien seitens der Stadtverwaltung aktuell nicht geplant.
Da werden wir dafür sorgen müssen, dass sich das ändert.
Unterstützt wird die Stadt Köln durch den BUND Köln. Auf dessen Internetseite kann man sich ausführlicher über das Projekt informieren und sich auch zum Mitmachen melden. Naturerbe und biologische Vielfalt retten - BUND NRW e.V.
Unsere Anfrage: Antrag/Anfrage DieLinke
Die Antwort: Beantwortung

