Ausstellung zum rechtsextremen Nagelbombenanschlag in der Keupstrasse auch 2026 gesichert!

Auf Initiative der Linken hat der Rat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Finanzierung der Miete für die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 21 Jahre DANACH“ der Initiative „Keupstraße ist überall“ in der Schanzenstrasse 22 sicherzustellen. Da die bisherigen Fördermittel aus Bundes- und Stiftungsprogrammen ab 2026 wegfallen, sichert die Stadt künftig die Mietkosten in Höhe von 40.000 Euro aus eigenen Mitteln. Der entsprechende Antrag wurde gemeinsam von Die Linke, Grünen, SPD, FDP/KSG sowie GUT & KLIMA FREUNDE eingebracht. Der Beschluss erfolgte einstimmig bei Enthaltung der AfD-Fraktion.

Knut Scholz, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt:

„Nur eine lebendige Erinnerungskultur kann Ausgangspunkt dafür sein, rechtsterroristischer Gewalt entgegenzutreten und die Ideologien, die ihr zugrunde liegen, nachhaltig zu bekämpfen. Die Ausstellung ist Erinnerungskultur im besten Sinne: Sie ermöglicht Begegnungen, baut Vorurteile ab und macht Mut, sich gegen menschenverachtende Ideologien aufzulehnen.“

Isabel Gerken, Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die Linke, ergänzt:

„Empfehlungsschreiben der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW und der Universität zu Köln zeigen eindrücklich den hohen Wert diese Ausstellung für die Ausbildung von Polizist*innen und Jurist*innen. Sie macht das Unrecht sichtbar, das von Polizei und Behörden gegenüber den Betroffenen ausgeübt wurde. Die Ausstellung ist keine Übergangslösung bis zur Errichtung des Mahnmals, sondern eine wichtige und dauerhafte Ergänzung.“