1.FC Köln -Satellitenplatz-Modell
Seit Jahren schwelt der Konflikt um die Sportplätze rund um das Geißbockheim und die Gleuler Wiese. Die Fraktion Die Linke im Stadtrat hat sich daher mit den sportpolitischen Sprecher:innen der demokratischen Ratsfraktionen und mit den Akteur:innen vor Ort auf den Weg gemacht eine Kompromisslösung zu finden, die bereits genutzte Sportflächen umbaut und die Gleuler Wiese schützt.
Unser sportpolitischer Sprecher, Attila Gümüs, erläutert in seiner Rede, wieso diese Schritte nun besonders wichtig sind.
"Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleg:innen, liebe Zuschauer:innen,
Wir haben heute die Chance etwas Historisches zu schaffen. Seit Jahren gibt es in der Frage Geissbockheim und Gleuler Wiese nur Stillstand. Doch allen hier im Raum ist klar:
Es muss eine Lösung geben!
Und daher haben sich die Sportpolitischen Sprecher auf den Weg gemacht um eine Lösung zu erarbeiten. Und es gab intensive Gespräche mit allen Beteiligten.
Ich möchte mich auch bei Denis Badorf meinem Co-sportpolitischen Sprecher bedanken, der sich in den Verhandlungen ins Zeug gelegt hat. Auch bei den beteiligten Vereinen möchte ich mich bedanken, die sich jeder für sich bewegt haben. Beim 1. FC Köln, Blau-Weiß Köln, beim DJK und Ballfieber Colonia. Und auch wenn es hier nicht alle Beteiligten so aussprechen!!!
Wir haben heute mit diesem Kompromiss die Möglichkeit eine Bebauung der Gleueler Wiese ein für Alle mal vom Tisch zu räumen und gleichzeitig eine sportpolitische Lösung zu schaffen.
Die neue Linksfraktion hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass die Sportstadt Köln ihren Namen zurecht trägt und den Sanierungsstau bei Sportstätten und Sporthallen anzugehen. Dafür gibt es viele Verbündete, wie z.B. die „Allianz Kölner Sport“, die Leistungsport und Breitensport zusammen denken.
Denn Leistungsport und Breitensport bedingen einander und nur wenn man diese zusammen denkt, wird man die Sportstadt Köln auch entwickeln können. Und wir sind definitiv unter unseren Möglichkeiten…
Der 1.FC Köln hat für den Sport in Köln eine zentrale, identitätsstiftende Rolle. Ich möchte aber daran erinnern: Der 1.FC Köln ist aber eben nicht nur die 1. Herrenmannschaft. Da gibt es neben der Tischtennis-Abteilung noch die Handballabteilung, wo insbesondere die Damen seit Jahren auf hohem Niveau spielen und wo tolle Nachwuchsarbeit, selbst bei den Kleinsten gemacht wird.
Und auch in der Fußballabteilung wurde in den letzten Jahren viel in Nachwuchsarbeit investiert und, was mir auch besonderes wichtig ist, eine tolle Frauenfußballabteilung aufgebaut. Das erhöht die Sichtbarkeit von Mädchen- und Frauensport und zeigt, das Frauen alles können!!!
In meiner Jugend wurde Frauenfußball noch belächelt. Das ist heute anders und eine sehr positive gesellschaftliche Entwicklung. Diese Bereiche benötigen Platz. Und diesen Platz schaffen wir heute. Wohlgemerkt ohne neue Fläche zu bebauen, sondern nur vorhandene Flächen umzubauen.
Und ja auch diese Lösung wird nicht alle zufrieden stellen. Aber wir werden es mit einen möglichst geringen Eingriff in die Umwelt schaffen. Das war uns wichtig. Und uns als Linke war auch besonders wichtig, dass es Lösungen für die Breitensportvereine, Blau-Weiß Köln, DJK und Ballfieber gibt. Da steht der 1. FC Köln im Wort und da stehen wir als Stadtrat hier im Wort.
Ich finde dieser Kompromiss lässt sich sehen und daher wird Die Linke dieser Lösung heute (in großen Teilen) zustimmen.
Vielen Dank!"

