Dringlichkeitsantrag: Schulplatzversorgung im Stadtbezirk Kalk sichern und Gesamtschulbedarf am Standort Helene-Weber-Platz sichern
Der Stadtbezirk Kalk steht weiterhin unter erheblichem Druck bei der Versorgung mit wohnortnahen Schulplätzen in der Sekundarstufe I. Die aktuellen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2026/27 zeigen dies mit besonderer Deutlichkeit. An der Katharina-Henoth-Gesamtschule standen 231 Anmeldungen lediglich 162 Aufnahmen gegenüber. Auch die neue Gesamtschule Kalk am Interimsstandort Brügelmannstraße ist mit 112 Anmeldungen bei 108 Aufnahmen bereits vollständig ausgelastet. Insgesamt ergibt sich für die städtischen Gesamtschulen im Stadtbezirk Kalk eine Nachfrage von 343 Anmeldungen bei 270 Aufnahmen.
Demgegenüber stehen im Hauptschulbereich weiterhin erhebliche freie Kapazitäten in den Eingangsklassen. Die Kurt-Tucholsky-Hauptschule verzeichnete 28 Anmeldungen und 28 Aufnahmen bei einer rechnerischen Kapazität von 81 Plätzen. Die Adolph-Kolping-Schule verzeichnete 30 Anmeldungen und 26 Aufnahmen bei einer Kapazität von 54 Plätzen. Damit zeigt sich erneut eine deutliche Verschiebung des Elternwahlverhaltens zugunsten der Gesamtschule.
Der Rat hatte am 27.06.2024 gegen den damaligen Beschlussvorschlag der Verwaltung entschieden und die Errichtung der Gesamtschule zunächst zurückgestellt, obwohl Verwaltung und Bezirksregierung den zusätzlichen Bedarf an Gesamtschulplätzen im rechtsrheinischen Stadtgebiet bereits bestätigt hatten. Die damals eingeforderte Neubewertung nach weiteren Anmeldeverfahren und dem Start zusätzlicher Gesamtschulkapazitäten liegt nun vor.
Die aktuellen Anmeldezahlen bestätigen den weiterhin erheblichen Nachfrageüberhang bei Gesamtschulplätzen im Stadtbezirk Kalk und begründen den erneuten politischen Handlungsbedarf. Die Familien im Stadtbezirk brauchen Klarheit, wohnortnahe Schulplätze und eine Schulentwicklungsplanung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Beschluss: vertagt
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