Anfrage: Alternativen zur Verdrängung der Katholischen Hauptschule am Rhein durch das Gymnasium Neustadt-Nord
Die beabsichtigte Schließung der gut erreichbaren Katholischen Hauptschule am Rhein in der Innenstadt ist nicht Ergebnis einer durchdachten Bedarfsanalyse für Hauptschulplätze, sondern Folge des fehlenden Standorts für das sich im Interim befindliche Gymnasium Neustadt-Nord. Das hinterlässt bei den Schüler*innen der Hauptschule verständlicherweise das Gefühl, dass ihre Bedürfnisse weniger wert seine als die von Gymnasiasten.
Das ist kein Signal, das eine inklusive Schulverwaltung senden sollte, die die Folgen sozioökonomischer Unterschiede zwischen Schüler*innen absenken und nicht zementieren will. Auch die schulpolitischen Akteur*innen der Bildungslandschaft Altstadt-Nord sprechen sich gegen die Umwandlung des Standortes aus, weil ihr mit der Hauptschule ein wichtiges Element fehlt, um ihrer inklusiven Ausrichtung gerecht zu werden.
Dazu hat die Fraktion DIE LINKE folgende Fragen:
1. Das Gymnasium Neustadt-Nord soll künftig an zwei Standorten entstehen. Die Sekundarstufe I soll in ein Gebäude in der Gereonsmühlengasse ziehen. Wurde die Möglichkeit eines Anbaus an das bestehende Gebäude dort geprüft, um ausreichend Räume an einem Standort zu schaffen?
2. Gibt es dort die Möglichkeit einen Anbau zu errichten oder übergangsweise zusätzliche Räume in Containern zu schaffen?
3. Ist die Möglichkeit geprüft worden, durch Kooperation zwischen innerstädtischen Schulen das am Schulstandort selbst benötigte Raumprogramm des Gymnasiums Neustadt-Nord abzusenken, etwa indem Fachräume anderer Schulen mitgenutzt werden?
4. Wie hoch wären jeweils ungefähr die Kosten für die Baumaßnahmen, wenn das Gymnasium Neustadt-Nord allein am Standort Gereonsmühlengasse bliebe, der vergrößert wird, und in der Variante Umzug an die beiden geplanten Standorte inklusive Umbaumaßnahmen dort?
Dateien
- Anlage
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