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Jörg Detjen

Soziale Infrastruktur ist keine Frage der Wirtschaftsförderung

Rede in der Ratssitzung am 14.5.2020 zum Top 3.1.2 "Kölner Stadtteile auch digital stärken - Digitale Veedel mit vielfältigen Angeboten und Services entwickeln"

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren

Der SPD-Antrag ist ein gut gemeinter Versuch, den spontan entstandenen Solidarstrukturen im Veedel ein Dach zu geben und diese auf Dauer zu stellen.  Wer sich die Seiten Veedelsretter und Südstadt-Shopping angeschaut hat, der wird feststellen, dass diese ganz gut gelungen sind und auch bei den Bürgerinnen gut ankommen.

Die SPD möchte mit diesem Antrag eine technische Plattform schaffen. Aber wie sehen die Realitäten und die Bedürfnisse aus. In den Veedeln ist die Zusammenarbeit zwischen den inhabergeführten Händlern unterschiedlich weit entwickelt, zu den sozialen Trägern gibt es sie kaum.

Diese Zusammenarbeit muss sich entwickeln. Deshalb ist es nicht der richtige Weg den Menschen die Verwaltung und die Wirtschaftsförderung mit einer technischen Plattform vor die Nase zu setzen. Richtiger ist der Ansatz, die bestehenden Strukturen zu stärken, denn es gibt Ansätze der Zusammenarbeit. Weiter stellt sich die Frage, was passiert in den geförderten Sozialräumen, wenn aufgrund der Corona Pandemie Strukturen wegbrechen sollten. Da müssen wir gegensteuern.

Die Stärkung der Strukturen sollte auch ohne eine festgeschriebene Dominanz von Einzelhändlern im Stadtteil, IHK und KBW eigenständig angegangen werden.

Alternativ wäre möglich, über Quartiersmanager/Bürgerzentren u.ä. ein gemeinsames Dach aufzumachen, in dem auch der Einzelhandel seinen Platz findet. Fraglich ist, ob ein zentraler stadtweiter Ansatz wirklich Sinn macht gegenüber den gegeben falls unterschiedlichen Entwicklungen in den Stadtteilen bzw. würde er für diese nicht neuen bürokratischen Hürden bedeuten?

Vertreter der Gewerkschaften, Sozialverbände, Kirchen und der Zivilgesellschaft fehlen bzw. werden nur als ‚weitere relevante Player‘ angedeutet. Dabei sind sie für die Verstetigung der Sozialstrukturen von großer Bedeutung. Die soziale Infrastruktur ist mit den Trägern weiterzuentwickeln und ist keine Frage der Wirtschaftsförderung.

Ein gemeinsames Warenwirtschaftssystem ist – wegen der branchenspezifischen Lösungen und der technischen Schwierigkeiten nicht umsetzbar. Kaufhof hat 15 Jahre gebraucht um ein Warenwirtschaftssystem aufzubauen.


Offene Linksfraktion

DIE LINKE im Kölner Rat lädt alle Menschen ein, sich für eine solidarische Stadt zu engagieren und sich aktiv an der Fraktionsarbeit zu beteiligen: Jeden Mittwoch um 18:00 Uhr trifft sich der Mittwochskreis im Rathaus - Spanischer Bau, Rathausplatz 1, Raum B26. Hier kommen unsere Mandatsträger*innen im Rat, in den Ausschüssen und in den Bezirksvertretungen mit allen Interessierten zusammen, um über aktuelle Themen und mögliche Anfragen und Anträge zu diskutieren.

Im Fraktionsstatut ist die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Mittwochskreises geregelt.

ANSPRECH-PARTNER*INNEN

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Linksfraktion

Andrea Kostolnik

Verantwortlich für die Ausschüsse Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/ Vergabe/ Internationales (AVR), Gesundheit, Jugendhilfe, Schule und Weiterbildung, Soziales und Senioren,  Wahlprüfung.

+49 (0)221 221-27842
andrea.kostolnik@stadt-koeln.de

 

HP Fischer

Verantwortlich für die Ausschüsse Anregungen und Beschwerden, Hauptausschuss, Kunst und Kultur, Sport, Umwelt und Grün sowie für die Bezirksvertretungen I bis IX.

+49 (0)221 221-27844
heinzpeter.fischer@stadt-koeln.de

 

Wilfried Kossen

Verantwortlich für die Ausschüsse Bauen, Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung, Stadtentwicklung, Verkehr, Wirtschaft.

+49 (0)221 221-27840
wilfried.kossen@stadt-koeln.de