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Jörg Detjen

Kaufhof und Karstadt gehören zu Köln

Resolution des Kölner Stadtrates vom 18. Juni 2020

DIE LINKE hatte zusammen mit SPD, CDU, Grüne und eine Resolution zur Zukunft von Kaufhof und Karstadt eingebracht, die die berechtigten Forderungen der Beschäftigten aufgreift. Sie ist gestern im Rat einstimmig verabschiedet worden.

Resolutionstext:

Der Rat der Stadt Köln unterstützt die Beschäftigten von Galeria Karstadt Kaufhof, Karstadt Sports, SportScheck, Karstadt Feinkost und Galeria Logistik im Kampf um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Der Rat der Stadt Köln fordert die Firmenleitung/Sachwalter auf, Transparenz und Klarheit zu schaffen. Das erwarten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Öffentlichkeit.

Zentraler Bestandteil eines staatlichen Schutzschirmes sollte ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Unternehmen und ein Sozialtarifvertrag sein, der Arbeitsplätze zu vertraglichen Bedingungen sichert und eine Rückkehr zu tariflichen Mindestbedingungen gewährleistet.

Denn zahlreiche Kaufhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof mit ihren Feinkostabteilungen, die Sporthäuser und die dazugehörigen Lagerstandorte in NRW sind von Schließung bedroht. Schon vor der Pandemie gab es erhebliche Veränderungen im Einzelhandel, mit Corona hat sich gerade die Situation von großen Kaufhäusern noch einmal erheblich verschärft.

Es kann nicht sein, dass kürzlich noch die Beschäftigten im Einzelhandel die Heldinnen und Helden waren, die den Laden am Laufen halten, nun aber vor die Tür gesetzt werden sollen.

Wir fordern Landesregierung und Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf, kurzfristig Gespräche mit der Firmenleitung/Sachwalter zu führen, um ihre Unterstützung und Hilfe anzubieten. Kaufhof und Karstadt haben in Köln, aber auch in vielen anderen Städten in NRW, einer Ankerfunktion für attraktive Einkaufsstraßen in den Innenstädten. Gingen diese Kaufhäuser in Köln verloren, würden nicht nur viele Arbeitsplätze im Einzelhandel vernichtet, sondern auch die Bedeutung der Kölner Innenstadt als Einkaufszentrum massiv beschädigt werden. Das gilt auch für andere Innenstädte in NRW. Ein drohender Zerfall der Innenstädte muss von Verwaltung und Politik begegnet werden.

Sollte endlich Klarheit und Transparenz für die Zukunft der Kaufhäuser und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorliegen, sollte die Stadt eruieren, welchen Beitrag sie zur Standortsicherung der Kaufhäuser leisten kann.


Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020