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Unterstützungssystem für überlastete Jugendämter ausbauen

Protest vor dem Rathaus
Foto zeigt einen Protest vor dem Rathaus

Vor der Sitzung des Jugendhilfeausschusses gestern, am 29. November, protestierten Beschäftigte des Kölner Jugendamts aus dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) und dem Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst (GSD) gegen Arbeitsüberlastung und Personalmangel. Attila Gümüs, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion, und Fraktionsgeschäftsführer Michael Weisenstein waren gekommen, um sich aus erster Hand über die Situation und Forderungen der Beschäftigten zu informieren.

Dazu erklärt Attila Gümüs:

„Ein gut ausgebauten Präventions- und Unterstützungssystem kann ebenfalls entlasten. Eine flächendeckende und gut ausgestattete Struktur von Jugendangeboten, z. B. in Jugendzentren, kann manchen Konflikt in den Familien entschärfen, bevor das Jugendamt eingreifen muss. Hier muss die Stadt mehr tun.“

Attila Gümüs ergänzt:

„Dass es anscheinend zu wenige Plätze gibt, um Kinder und Jugendliche in Krisensituationen in Obhut zu nehmen, darf nicht sein. Hier muss sofort nachgebessert werden, um den Bedarf zu decken.“

Heiner Kockerbeck, Sprecher der Fraktion, ergänzt:

„Es sollte auch über eine attraktivere Entlohnung im ASD und GSD nachgedacht werden. Die Mieten in Köln sind hoch. Warum sollen z. B. nicht auch städtische Angestellte genauso wie Beamte Wohnkostenzuschüsse erhalten können?“

Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020

Hans Günter Bell