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Mutmaßlicher Anstieg der Kinderarmut als Folge der Pandemie - Mehr Kölner Kinder nehmen Einschulungsbeihilfe in Anspruch

Bild: Gerhard G. auf Pixabay

Auf der letzten Sitzung des Sozialausschusses des Rates der Stadt Köln wurde der Ansatz für die Einschulungsbeihilfe um mehr als 32.000 Euro erhöht. Die Einschulungsbeihilfe von 100 Euro wird auf Antrag I-Dötzchen gewährt, deren Eltern einen Anspruch auf den Köln-Pass haben. Sie ist für einmalige Anschaffungen wie den Schulranzen und Turnbeutel gedacht.

Das Ratsmitglied Jörg Detjen erklärt hierzu:

„Im Verhältnis von Antragsteller*innen zur Gesamtzahl aller Erstklässler*innen sieht man einen deutlichen Anstieg der armen Schüler*innen, die auf Unterstützung für die Erstausstattung angewiesen sind. Das Schuljahr 2020/21 war das Schuljahr, das unmittelbar auf den Ausbruch der Pandemie folgte. Damals stellten 1684 von 10.086 Schulanfänger*innen einen Antrag. Das entspricht 16,7 % aller I-Dötzchen. Im aktuellen Schuljahr wurden 1843 Anträge gestellt. Bei insgesamt 10.457 Schulanfänger*innen sind das 17,6 % Antragsteller*innen. Das entspricht einem Anstieg von fast einem Prozentpunkt!“

Jörg Detjen bewertet diese Zahlen:

„Die Kinderarmut in Köln steigt, das sieht man an diesen Zahlen. Wir halten es nach wie vor für notwendig, 160 Euro Einschulungsbeihilfe zu zahlen. Das war die Höhe im ersten Jahr der Einführung. So fordert es auch DIE LINKE, auf deren Initiative die Einschulungsbeihilfe zurückgeht.“

Basis unserer Arbeit: Das Kommunalwahl-programm 2020

Hans Günter Bell