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Zwei Stipendien für bedrohte Menschen sind ein Anfang

Sarah Niknamtavin, Mitglied der Fraktion DIE LINKE, hat im Rat eine Rede gehalten. Sie hat begründet, warum DIE LINKE gemeinsam mit anderen Fraktionen den Antrag „Kölner Stipendium für temporäre Schutzaufenthalte von gefährdeten Menschenrechtsverteidiger*innen" gestellt hat.

Hier kann man den Antrag lesen:

Das hat Sarah gesagt:

In Köln finden seit Langem Menschen Schutz, die sich für Menschenrecht einsetzen.

So hat der bekannte Schriftsteller Heinrich Böll den sowjetische Menschenrechtler Alexander Solschenizyn in seinem Haus untergebracht oder der bekannte Journalist Günter Wallraff bedrohte Menschen aus der Türkei oder aus Griechenland unterstützt. Es gibt aber auch viele nicht so bekannte Menschen, die anderen Menschen in Not helfen.

Immer wieder reisen Kölner und Kölnerinnen in die Länder, wo sie oder ihre Eltern geboren worden sind. Manche von ihnen werden dort bedroht und müssen sogar in das Gefängnis. Ihnen helfen wir.

Und diese Hilfe wirkt! Das konnten wir erst letzte Woche sehen. Unsere ehemalige Ratskollegin Hamide Akbayir wurde in der Türkei festgehalten. Nach intensiver Solidaritätsarbeit konnte sie ausreisen.

Es ist gut, wenn nun die Stadt Köln ein Angebot für verfolgte Menschen schafft.

Zwei bedrohte Menschen können nach Köln kommen und werden hier von der Stadt untergebracht und versorgt.

Das ist ein Anfang.

Was geschieht, wenn diese Menschen nach ihrer Zeit in Köln wieder in ihre Heimat zurückkehren? Sind sie in ihrem Land wirklich sicher? Niemand darf zur Rückkehr in ein Land gezwungen werden, das ihm oder ihr keinen Schutz gewährt.

Bauen wir weiter an einer Welt, in der diese Stipendien überflüssig werden. Menschen sollen freiwillig nach Köln kommen, weil sie hier leben wollen. Sie sollen nicht gezwungen sein, nach Köln zu kommen, weil sie bei sich zu Hause nicht mehr sicher sind.